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Großbrand in Balzhazusen: Leiche soll mit DNA-Analyse identifiziert werden

Großbrand in Balzhazusen

Leiche soll mit DNA-Analyse identifiziert werden

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    Eine Person, die ihr Leben verlor, bis zu 200000 Euro Schaden: Das ist die bittere Bilanz eines Brandes bei einem Balzhauser Ziegelhersteller.
    Eine Person, die ihr Leben verlor, bis zu 200000 Euro Schaden: Das ist die bittere Bilanz eines Brandes bei einem Balzhauser Ziegelhersteller. Foto: Peter Bauer

    Balzhausen Eine Person tot, bis zu 200 000 Euro Sachschaden: Dies ist die bittere Bilanz eines Brandes am Sonntagmorgen in einer Lagerhalle eines Balzhauser Ziegelherstellers im südlichen Landkreis Grünzburg. Die Ursache war nach Mitteilung von Christian Owsinski, Sprecher des Kemptener Polizeipräsidiums, zuletzt noch unklar. Ebenso ungeklärt war, ob es sich bei dem Toten um einen 32-jährigen Firmenangehörigen handelt, der offensichtlich in einem Wohnanhänger in der Halle gewohnt hat. Dies werde, so Owsinski, erst nach einer DNA-Analyse und einer Obduktion zweifelsfrei geklärt werden können.

    Der 32-Jährige wurde gestern laut Polizei aber vermisst. Der für Sonntagnachmittag angesetzte große Balzhauser Faschingsumzug wurde wegen des Brandes abgesagt. Der Brand war am Sonntag, gegen 7.30 Uhr von einem Nachbar bemerkt und dann der Integrierten Leitstelle in Krumbach mitgeteilt worden.

    Vor Ort im Einsatz waren nach Auskunft von Peter Rehm, Kommandant der Balzhauser Wehr, rund 180 Feuerwehrleute der Wehren aus Balzhausen, Kirchheim, Mindelzell. Ursberg, Thannhausen, Burg und Krumbach. Hinzu kamen, so Organisationsleiter Ralf Berchtold, circa 30 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, ein leitender Notarzt und zwei Kräfte des Kriseninterventionsteams. Dieses Team betreut psychologisch Schwerverletzte oder auch Angehörige. Vor Ort war auch das Technische Hilfswerk.

    Bei der in Brand geratenen Halle handelt es sich um einen 25 auf 30 Meter großen Komplex, in dem Ersatzteile für Produktionsanlagen gelagert waren. Durch eine Brandmauer ist dieser Bereich von einem weiteren Hallenkomplex abgetrennt. Dort habe, so Bürgermeister Gerhard Glogger, am Vorabend noch eine Faschingsveranstaltung stattgefunden. Beide Ereignisse hätten aber, so betonte der Bürgermeister, nichts miteinander zu tun. Dazu Pressesprecher Owsinski: „Ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Brandausbruch und einer Faschingsveranstaltung, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Firmengelände stattgefunden hat, ist derzeit nicht erkennbar.“

    Nach mehreren Stunden gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 11 Uhr wurde in den Resten eines Wohnanhängers die tote, bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Person gefunden. Dies mache, so Pressesprecher Owsinski, einen DNA-Abgleich nötig. Erkenntnisse in diesem Zusammenhang seien frühestens am Montagnachmittag zu erwarten. Die Ermittlungen hat zunächst der Kriminaldauerdienst übernommen. Federführend ist dann die Kripo Memmingen. Owsinski geht davon aus, dass auch ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes hinzugezogen wird.

    Ausführlich berichten wir darüber in der Montagsausgabe der Mittelschwäbischen Nachrichten

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