Ursberg Viele Mitglieder des Musikvereins Bayersried-Ursberg-Premach kamen zur 35. Generalversammlung im Mehrzweckraum der Gemeinde Ursberg.
Der Musikverein Bayersried-Ursberg-Premach hat 129 Mitglieder, 107 passive und 22 aktive (davon vier in Ausbildung). Insgesamt gab es im abgelaufenen Vereinsjahr 48 Proben und 21 Auftritte. Höhepunkt war die musikalische Gestaltung der Primiz von Konrad Bestle. Das Sommerfest in Ursberg, das Dorffest Oberrohr oder auch das Volksfest in Thannhausen waren außerdem prägend. Grillfest und Bowlingabend sorgten für kameradschaftliches Zusammensein.
Mit Bedauern wurde die Ankündigung des Dirigenten Christian Wenig aufgenommen, das Amt des musikalischen Leiters abzugeben. Sein sich dem Ende zuneigendes Doppelstudium in München und Stuttgart lasse ihm nicht mehr die nötige Zeit für diesen Posten. Mit seiner Mischung aus traditioneller und neuerer Musik hatte er für eine Neuausrichtung des MV in musikalischer Hinsicht gesorgt. Für diese Arbeit sprach ihm Josef Baur seinen Dank aus und wünschte ihm für die anstehenden Prüfungen alles Gute.
Die Jugendabteilung vermeldet zurzeit neun Kinder in der musikalischen Frühausbildung.
Am Kassenbericht gab es nichts auszusetzen, weist er doch für den MV ein Plus von über 7500 Euro aus. Auch wurde die Buchhaltung als vorbildlich bezeichnet.
Doch das Hauptgesprächsthema war ein ganz anderes. Dazu muss man wissen, dass der Musikverein Bayersried-Ursberg-Premach seit etwa zwölf Jahren eine enge musikalische Zusammenarbeit mit dem Musikverein Oberrohr pflegt. Dabei blieben beide Vereine jedoch als selbstständige Einheiten erhalten. Vielerlei positive Synergien wurden aus dieser Zusammenarbeit für beide Vereine gezogen. Gerade deshalb zeigte man sich verwundert, dass der MV Oberrohr wieder als eigenständige Musikeinheit auftreten wolle. Sollten die Musiker aus Bayersried-Ursberg-Premach im nun wieder gänzlich selbstständigen Verein Oberrohr mitspielen wollen, so könnten sie dies natürlich gerne tun, wurde Vorsitzender Baur von Oberrohrer Seite informiert. Damit die 160-jährige musikalische Tradition in Bayersried-Ursberg und Premach nicht zu Ende geht, wollen Baur und seine Aktiven den musikalischen Betrieb in Eigenregie aufrechterhalten. Dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen sei, darauf hoffte Baur in seinen abschließenden Worten, zumal ihm und den Anwesenden kein triftiger Grund für eine Trennung der beiden Vereine einfallen wollte. (diz)