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Wertungsspiele: Musiker messen ihr Können

Wertungsspiele

Musiker messen ihr Können

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    2009 war die Trompete in Schleswig-Holstein zum Instrument des Jahres gekürt worden. Auch in der heimischen Blasmusik spielt sie eine maßgebliche Rolle.
    2009 war die Trompete in Schleswig-Holstein zum Instrument des Jahres gekürt worden. Auch in der heimischen Blasmusik spielt sie eine maßgebliche Rolle. Foto: Picture Alliance

    Münsterhausen Am Samstag, 21. April, wird die Grundschulturnhalle in Münsterhausen von morgens bis abends zum Konzertsaal mit abwechslungsreichem und anspruchsvollem Programm. Genau 18 Blasorchester, darunter fünf Jugendkapellen, aus dem Bezirk 11 Krumbach-Tisogau sowie einige aus benachbarten Bezirken stellen sich dem vom ASM-Bezirk 11 organisierten Wertungsspiel. Sie präsentieren sich nicht nur fachkundigen Wertungsrichtern, sondern auch einem interessierten Publikum.

    Das Wichtigste hierzu gleich vorab: Wertungsspiele sind keineswegs allein für die teilnehmenden Orchester gedacht; vielmehr sind hierzu Musikfreunde aus nah und fern herzlich willkommen. Sie können eine abwechslungsreiche Mischung aus sinfonischer und konzertanter Musik sowie traditioneller Blasmusik genießen und sich gleichzeitig ein objektives Bild über die Leistungsfähigkeit „ihrer“ Kapelle sowie der gesamten ebenso reichhaltigen wie hochwertigen Blasmusiklandschaft in Mittelschwaben machen. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist frei, wobei die Halle jeweils problemlos in den kurzen Wechselpausen zwischen den Auftritten der verschiedenen Kapellen betreten oder verlassen werden kann.

    „Wie bei den Olympischen Spielen

    Für Bezirksvorsitzenden Guntram Schuhmacher sind Wertungsspiele sehr wichtig. „Wie bei Olympischen Spielen können die Musikkapellen ihre Leistungen einstufen und sich mit anderen messen.“ Da sich leider immer weniger Musikkapellen für die Ausrichtung von Bezirksmusikfesten bereit erklären, wären die ursprünglich zu diesem Anlass organisierten Wertungsspiele nicht mehr möglich. Auf Anregung von Schuhmacher werden deshalb auch Wertungsspiele separat organisiert. Auf Initiative von Bezirksdirigent Patrick Scheel hat sich die Musikvereinigung Münsterhausen bereit erklärt, die Räumlichkeiten für die in wenigen Tagen anstehenden Wertungsspiele bereitzustellen.

    Bei diesem Wettbewerb treten die Kapellen je nach ihrer eigenen Einschätzung im konzertanten und traditionellen Bereich in verschiedenen Stufen an: In der Unter-, Mittel-, Ober- und sogar Höchststufe kommen Pflicht- und Selbstwahlstücke aus dem Katalog ihrer jeweiligen Leistungsstufe zum Klingen. Bewertet werden die Vorträge von der aus kompetenten Juroren Josef Langenwalder, Professor Dr. Werner Mayr, Klaus Reggel, Albert Steidele sowie Wertungsrichterassistenten Markus Schubert bestehenden Jury. Besonders interessant für die Zuhörer ist erfahrungsgemäß die „Offene Wertung“, das heißt, dass sämtliche Musikstücke unmittelbar nach dem Vortrag der einzelnen Kapellen von der Jury durch Punktetafeln – ähnlich wie beim Eiskunstlauf – bewertet werden. Dabei gelten zehn einheitliche Kriterien, nach denen die Leistungen in allen Stufen beurteilt werden. Die endgültige Wertung wird mit einer Durchschnittsrechnung bestimmt, sodass das Ergebnis und das Prädikat für die jeweilige Kapelle dann sofort sichtbar werden.

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