Ab heute heißt es wieder: keine Schokolade, kein Alkohol und kein deftiges Essen mehr und das für insgesamt 40 lange Tage. Zumindest für die, die sich an die Fastenzeit halten – oder es versuchen wollen. Doch Fasten muss nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten. Eigentlich sollten die Tage genutzt werden, um sich auf das Wesentliche zu besinnen und einzukehren.
Für Schwester Amanda, Priorin des Dominikanerinnen Klosters Wettenhausen (Landkreis Günzburg), steht heuer das Thema Vergebung im Mittelpunkt der Fastenzeit. „Gerade in einer Gemeinschaft, wie hier bei uns, kommt es immer wieder vor, dass man jemandem vergeben muss“, berichtet die Schwester.
Grundsätzlich werde das Thema in der Gesellschaft zu wenig beachtet. Egal ob Eheleute, Familien oder die Politik, Vergebung sollte einen höheren Stellenwert haben, so Schwester Amanda. „In der Politik gehen sie oft sehr hart miteinander um, das habe ich mir schon oft gedacht“, erzählt sie.
Jede Schwester verzichtet in individueller Form
Neben dem großen Fastenthema verzichte auch jede Schwester ganz individuell in irgendeiner Form. „Darüber wird aber nicht gesprochen“, erklärt die Priorin. Denn schließlich stehe schon im Neuen Testament, dass keiner rausposaunen solle, was er Gutes vollbringt. Gemeinschaftlich werde auf den Nachtisch verzichtet, berichtet Schwester Amanda. „Das hat auch einen positiven Nebeneffekt: Es ist günstig für die Figur.“
Welche Tipps der bekannte Benediktinerpater und Buchautor Anselm Grün parat hat, erfahren Sie in einem Video. Zum Thema Fastenzeit befragten wir auch noch Christine Stöffel. Zweimal im Jahr fastet die VHS-Außenstellenleiterin in Burtenbach.