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Krippen-Anbau: Stadt muss kräftig zuschießen

Krippen-Anbau

Stadt muss kräftig zuschießen

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    Der Anbau des Thannhauser Kindergartens St. Vinzenz passt sich an den Bestand an. In der neuen Krippe sollen bis zu 15 Kinder Platz finden.
    Der Anbau des Thannhauser Kindergartens St. Vinzenz passt sich an den Bestand an. In der neuen Krippe sollen bis zu 15 Kinder Platz finden. Foto: Foto: Czysz

    Thannhausen Die Erweiterung des Kindergartens St. Vinzenz in Thannhausen kommt teurer als geplant. Nach Informationen der Mittelschwäbischen Nachrichten liegen die Kosten um rund 150000 Euro höher. Mit ein Grund für die Steigerung sollen Änderungen an der Haustechnik gewesen sein, die nachträglich von der Behörde zur Auflage gemacht worden waren. Der Stadtrat hat in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, weitere 50000 Euro für den Bau zu überweisen.

    Im Juni 2011 hatte der Träger der Katholischen Einrichtung mitgeteilt, dass sich die Kosten auf über 800000 Euro belaufen. Angepeilt waren von der Stadt ursprünglich jedoch nur rund 650000 Euro. Nachdem die Mehrkosten offenbar wurden, gab es ein Krisengespräch. Darin wurde deutlich gemacht, dass gespart werden und die Gesamtkosten gedrückt werden müssen. Vereinbart wurde, so Bürgermeister Georg Schwarz, dass die Stadt und der Träger je ein Drittel der Mehrkosten übernehmen und ein Drittel eingespart werden soll.

    Der Anteil der Stadt an der Erweiterung wird zum Großteil durch das Förderprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 - 2013 abgedeckt. Unter dem Strich sind es rund 165000 Euro plus die 50000 Euro, die nachträglich genehmigt wurden. Über die genauen Hintergründe der Mehrkosten gab es von Stadtpfarrer Hermann Drischberger, der die Kirchenstiftung vertritt, keine Stellungnahme.

    Im Dezember 2011 war der Anbau der Kinderkrippe erneut Thema – diesmal im Bau- und Umweltausschuss. Abgesegnet wurden mehrere Änderungen an der Erweiterung, für die das Landratsamt in Günzburg im September die Baugenehmigung erteilt hatte.

    Tekturantrag im Bauausschuss

    Im Wesentlichen ging es um den zusätzlichen Anbau einer Fluchttreppe aus dem Dachgeschoss des bestehenden Kindergartengebäudes. Dort soll laut Antrag künftig ein Abstellraum als Essraum genutzt werden. Weitere Änderungen betrafen die Holzpelletheizung mit entsprechendem Lager und das Personal-WC im Dach des Erweiterungsbaus. Verändert hat sich auch die Dachform der Verbindung von Kindergarten und Krippe sowie die Öffnungen und Gliederungen der Fassade am Anbau.

    Der Anbau südwestlich des bestehenden Kindergartens bietet Platz für 15 Kleinkinder und beinhaltet den Krippen-, einen Intensiv-, einen Wickel- und einen Personalraum sowie ein behindertengerechtes WC (wie berichtet). Eröffnet werden soll er nach den Sommerferien im September 2012 mit dem neuen Kindergartenjahr.

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