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06. Februar 2012 12:07 Uhr

Verkehr

Starke Nerven bei schwacher Autobatterie

Tipps, damit der Start in den Arbeitstag nicht zur Zitterpartie wird. Auf das Kühlerwasser achten Von Petra Nelhübel

Ein Starterkabel dabei zu haben ist natürlich nie verkehrt. Besser ist, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Gute Batterieladegeräte gibt es schon ab 20 Euro.
Foto: Petra Nelhübel

Landkreis Bewegung erzeugt Wärme. Was für den Menschen gilt, gilt auch für das Auto. Was aber, wenn bei den derzeit sibirischen Temperaturen der Motor erst gar keine Anstalten macht anzuspringen und Wärme zu erzeugen? Schwache Batterie und fehlender Kühlerfrostschutz sind die häufigsten Gründe, wenn das Auto bei Kälte schlappmacht.

Während Großväter in ihren Jugendjahren noch fürsorglich die Autobatterie ins Haus holten, um sie bei nächtlichem Frost vor dem Entladen zu schützen, macht das heute keinen Sinn mehr. Viel zu umständlich sei das Ausbauen inzwischen, wie Joachim Hiller vom Thannhauser Autohaus Landherr betont. „Das macht heute kein Mensch mehr und gute Batterieladegeräte gibt es bereits ab 20 Euro im Supermarkt“, erklärt er und weist gleichzeitig darauf hin, das Frostschutzmittel für den Kühler nicht zu vergessen. „Da hatten wir vergangene Woche schon einige Fälle, bei denen das Kühlerwasser in den Schläuchen gefroren war.“ In der Folge kann der Kühler platzen und auch der Motor kann Schaden nehmen.

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Kaum Zeit, um Tipps für gestresste Autofahrer zu geben, hat Paul Kobold, Kfz-Händler und Werkstattbesitzer in Krumbach. Er ist selber im Stress. „Bei uns herrscht Hochkonjunktur. Ich bin schon den ganzen Morgen mit zwei Mechanikern unterwegs, um genau bei diesen typischen Winterproblemen zu helfen. Als Tipp kann ich ganz einfach eine saubere, leistungsfähige Batterie und ausreichend Frostschutzmittel empfehlen. Das ist oft schon die halbe Miete.“

Noch etwas schwerer haben es bei extremer Winterkälte allerdings dieselbetriebene Autos, weil sie als Selbstzünder schwerer zu starten sind. Eine defekte Vorglühanlage oder eine nicht funktionierende Glühkerze reichen bereits, um aus einem Fahrzeug ein Stehzeug zu machen. „Speziell im Winter, wenn durch die Kälte das Öl zähflüssiger wird“, erklärt Vinzenz Maier aus seiner Kfz-Werkstatt in Muttershofen, „braucht der Anlasser mehr Kraft zum Starten. Da muss alles in einem picobello Zustand sein. Gerade bei Dieselfahrzeugen ist auch eine leistungsfähige Batterie wichtig. Was im Sommer eine vier bis fünf Jahre alte Batterie gerade noch so hinbekommt, reicht bei Minusgraden einfach nicht mehr.“

Der Anlasser braucht Kraft zum Starten

Vinzenz Maier empfiehlt auch, das Frostschutzmittel für die Scheibenwischanlage pur – ohne Wasserverdünnung – einzufüllen. „Das bietet glasklare Sicht ohne störende Streifen und trägt damit auch zur Sicherheit bei.“ Keine gute Idee wäre es jedoch, ausgerechnet bei den derzeitigen Frosttemperaturen, mit dem Auto in die Waschanlage zu fahren. „Das Wasser läuft ja auch in Schlösser und Türritzen. Wenn das Auto anschließend über längere Zeit steht, sind die Schlösser und Türen zugefroren. Reißt man dann mit Gewalt die Tür auf, ist das ganz schlecht für die Gummierung.“

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