Thannhausen Mehrere Tausend Euro Schaden hat ein Rentner aus Thannhausen zu beklagen, der eigentlich ein Auto gewonnen haben sollte. So jedenfalls machten es ihm unbekannte Betrüger weis.
Wie die Polizei berichtet, bekam der Mann Anfang des Jahres einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er ein Auto gewonnen hätte. Für den Transport des Fahrzeuges seien jedoch vorab 700 Euro zu überweisen. Da der Geschädigte anfangs noch misstrauisch war, verlangte er eine schriftliche Bestätigung. Diese bekam er per Fax von einer Notarkanzlei aus dem süddeutschen Raum.
Immer wieder Nachzahlungen gefordert
Letztendlich verzögerte sich die Auslieferung des Gewinns aus verschiedenen Gründen, wie etwa Zollgebühren, die jeweils eine Nachzahlung notwendig machten, so wurde es dem Rentner gesagt. Der Geschädigte überwies über Western Union mehrmals größere Beträge in die Türkei. Nachdem inzwischen unter den Kontaktnummern niemand mehr telefonisch erreichbar ist, erstattete der Mann jetzt Anzeige bei der Polizei. Auf den versprochenen Gewinn, einen Pkw im Wert von rund 45 000 Euro, wartet der Geschädigte heute noch.
Die Betrüger gehen laut Polizei äußerst professionell vor, indem sie Adressen von bestehenden Notaren verwenden und somit eine Seriosität vortäuschen. In diesem Zusammenhang warnt die Polizeiinspektion Krumbach eindringlich davor, bei Gewinnversprechen, vorab Zahlungen zu leisten. Dies habe meist einen betrügerischen Hintergrund, so ein Polizeisprecher. (adö)