Auftaktveranstaltung vor Traumkulisse mit deutscher Musik für ein junges Publikum

Ziemetshausen Was war das für ein Einstand für Ziemetshausens neue Mitte. Große Bühne an der Kirchhofmauer vor dem Kriegerdenkmal, Festzelt, Fressbuden und dann der Mut der Veranstalter des Donautal-Radelspaßes, mit der Newcomer Band „Sternblut“ Musik für ein wirklich junges Publikum zu bieten. Und die beiden jungen Musikerinnen aus dem Allgäu, selber grade erst 17 und 19 Jahre alt, taten wirklich alles, um das anfangs noch schüchterne Ziemetshauser Publikum in Partylaune zu versetzen.
„Kommt doch näher an die Bühne. Ich seh´ euch sonst gar nicht“, lockte Keyboarderin Mona mit raspelkurzem Blondhaar und hielt bei ihrem bekanntesten Song, „Komm wir malen uns das Leben“ gleich das Mikro in die Zuschauermenge. „Das könnt ihr noch besser“, forderte Deborah an der Akustikgitarre. Und es wurde besser. Mit jedem Lied ließen sich die Zuhörer mehr von den sympathischen Sängerinnen und ihrer unverbrüchlich guten Laune anstecken.
„Sonnenuntergang“, bekannt aus der Fernsehserie Marienhof, „Zeit heilt“, und das trotzig-rotzige „Ich brauch dich nicht“ spiegelten auch textlich die Seelenlage des jugendlichen Publikums. Als die 17-jährige Debo den eigenwilligen Text von „Halluzinationen“ mit „da war ich noch jung, als ich das schrieb“, erklärte, brachte sie auch die älteren Herrschaften auf den Bänken des Festzeltes zum Schmunzeln und das Eis war gebrochen.
Zum Finale, nach einer knappen Stunde, sangen und schnippten beim Titel „Weg von hier“, dann auch wirklich alle mit. Und während im Anschluss Debo und Mona geduldig Autogramme schrieben und für Fanfotos posierten, enterten bereits „Gin Fizz“ die Bühne und sorgten mit Coverversionen aus Rock- Pop- und Jazzsongs weiter für Partystimmung. „Das war ein Superabend“, sagte eine strahlende Debo. „Seit wir 2009 unseren Realschulabschluss gemacht haben, kümmern wir uns nur noch um die Band und unsere Musik. Unser Leben besteht aus Sport, Gesangsübungen, Ausarbeiten von Lichtkonzepten und Bandproben. Wir wollen gar nix anderes mehr machen.“ Dass sie damit auf dem richtigen Weg sind, wird seit Samstagabend bestimmt auch das Ziemetshauser Publikum bestätigen, das sich zum Abschluss dieses Gute-Laune-Abends noch von „Pyromania“ mit ihrer Feuerjonglade-Show verzaubern ließ.
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