Ursberg In der Kapelle St. Franziskus in Ursberg findet seit Oktober 2006 an jedem zweiten Freitag im Monat ein Abendgebet mit franziskanischen Akzenten statt. In Anlehnung an den heiligen Franziskus steht dieses Abendgebet unter dem Zeichen des Tau – ein Kreuz in T-Form. Franziskus unterzeichnete mit diesem Symbol gerne seine Briefe. In einzelnen Wohnstätten malte er dieses Kreuzzeichen auch an die Wand. So ist dieses Tau-Zeichen noch heute ein Kennzeichen der franziskanischen Bewegung.
Eine Gruppe junger Christen fühlt sich in Zusammenarbeit mit der St. Josefskongregation verantwortlich, diese Gebetszeit zu gestalten. Seit 2006 beteiligen sich unter anderen Janina Gerstner und Ruth Jeckle an diesem geistlichen Angebot und sie konnten immer wieder einzelne Jugendliche aus der Pfarrei Ursberg und dem Ringeisen-Gymnasium zu diesem Engagement motivieren. Der Franziskaner Pater Benedikt Grimm bereichert dieses Abendtau seit einem Jahr mit einer Ansprache. Der frühere Benefiziat in Ursberg, Ralf Gührer, gestaltet jährlich für das Abendtau ein Jahresbild.
Es kommen meistens etwa 60 Christen verschiedenster Altersstufen aus den umliegenden Gemeinden an den Freitagabenden zu diesem etwas anders gestalteten Wortgottesdienst zusammen.
In den ersten Jahren wurden anhand des Kirchenjahres, des Sonnengesangs vom heiligen Franziskus, des Bonner Franziskustuches und eines Friedenskreuzes Inhalte der Gebetszeiten gefunden. Im vergangenen Jahr stand jedes Abendtau in der Symbolkraft einer Farbe. So tauchte der Gymnasiallehrer Andreas Eberle die Franziskuskapelle mit Scheinwerfern in die entsprechende Farbe und ließ den Gottesdienstraum immer wieder anders erleben. In diesem Schuljahr stehen die Symbole als Hilfen auf dem Weg zu und mit Gott im Mittelpunkt, wie das Symbol des Weltjugendtages, die Uhr, die Wüste, der Weihrauch, die Münze, die Brücke, der Garten und das Handy. (zg)
Termin Das 50. Abendtau, am heutigen Freitag um 19.30 Uhr in der Franziskuskapelle steht unter dem Thema: Gesicht – zeigen, geben, haben. Eingeladen sind alle Interessierten, die mitbeten und mitsingen wollen.