Krumbach Ist die Akutgeriatrie in der Klinik Krumbach ein Erfolgskonzept? Ein Jahr nach der Einführung zieht Geriaterin und Oberärztin der Inneren Medizin Dr. Anneliese Hösch ein durchweg positives Fazit: „Es ist uns mit der Akutgeriatrie gelungen, den Patientinnen und Patienten durch eine ausgewogene Behandlungsstrategie den bestmöglichen Nutzen zu bieten.“ Das bestätigen auch die Zahlen: 150 Patienten (alle über 75 Jahre) wurden seit Eröffnung in der Akutgeriatrie behandelt. Knapp 70 Prozent konnten nach Hause, 28 Prozent in eine weiterführende Rehabilitationseinrichtung entlassen werden, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisklinik.
Oberstes Ziel der Akutgeriatrie ist das Eintreten von Pflegebedürftigkeit nach chirurgischen Operationen zu vermeiden und die Mobilität und Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten. Über 150 Patienten wurden seit April 2011 von einem fachübergreifenden Team behandelt: Chirurgen und Internisten übernehmen gemeinsam die ärztliche Behandlung, das Pflegepersonal ist vollständig in den Behandlungsplan eingebunden.
Für Krankengymnastik und Bewegungsübungen steht ein Team der Physiotherapie zur Verfügung, die Ergotherapeutin übernimmt Übungen des alltäglichen Lebens. Zum Geriatrieteam gehören außerdem eine Psychotherapeutin und die Mitarbeiter des Sozialdienstes.
Über die Details der Behandlungspläne
Der umfangreiche Behandlungsplan wird in den wöchentlichen Teambesprechungen festgelegt und umfasst vielseitige Aspekte. Da alle Patienten über 75 Jahre sind, wird speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingegangen: Eingeschränkte Beweglichkeit, erschwerte Orientierungsfähigkeit oder Schwerhörigkeit. Auch Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen werden berücksichtigt und behandelt. „Es ist ein aufwendiges Konzept. Aber ein sehr erfolgreiches“, fasst Geriaterin Dr. Hösch zusammen. „Mit der Akutgeriatrie können wir unseren betagten Patientinnen und Patienten eine umfangreiche medizinische Versorgung ermöglichen, die aufgrund des breiten Therapieangebotes über die rein diagnoseorientierte Krankenhausbehandlung hinaus geht.“
Über die Details der Behandlungspläne berichten wir in der Samstagsausgabe der Mittelschwäbischen Nachrichten.
Infos zum Begriff Geriatrie gibt es in diesem Link. (pm)