Stadtrat spricht sich für Abstand von bis zu 1500 Metern aus

Krumbach Um die Energiegewinnung aus Windkraft ging es in der ersten Sitzung des Jahres beim Krumbacher Stadtrat. Wo können Windräder errichtet werden? Wie weit soll der Abstand zur Wohnbebauung sein, darüber wurde im Rat diskutiert. Dr. Ildiko Sugar-Bunk (JW/OL) erinnerte an die Baugeschichte des Pariser Eiffelturms. Der sei umstritten gewesen und dann zu einem Markenzeichen geworden. Vielleicht würden auch die Windräder noch ein bayerisches Markenzeichen werden.
„Windkraftanlagen ja, aber möglichst weit weg von der Wohnbebauung“, meinte Gerhard Weiß (CSU). Auch Dr. Josef Langenbach (UFWG) plädierte für einen Abstand von 1000 und mehr Metern. Christoph Helmes (SPD) beantragte, einen Mindestabstand von 1500 Metern grundsätzlich festzuschreiben, in Ausnahmefällen 1200 Meter. Bürgermeister Hubert Fischer erklärte, dass die gesetzliche Vorgabe bei 800 Metern Abstand liegen würden und „alles was wir darüber hinaus fordern, müssen wir mit Gründen untermauern. Wenn wir generell 1500 Meter Abstand fordern, dann kommt kein einziges Windrad.“ Johann Geiger (JW/OL) vermutete, dass ein Standort westlich von Hohenraunau wahrscheinlich nicht kommen werde, da es hier um einen militärischen Bereich gehe.
Wilhelm Kielmann (CSU): „Es geht nicht darum, was wir wollen, sondern was rechtlich möglich ist. Dieses Recht haben wir einzuhalten.“
Antrag von Helmes wurde abgelehnt
Der Antrag von Helmes auf Festschreibung des Mindestabstandes von 1500 Meter wurde mit 19:5 Stimmen abgelehnt. Eine wichtige Rolle in der Stadtratsdebatte spielten die im Konzept ausgewiesenen Flächen zwischen Krumbach und Ebershausen. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die östliche dieser Flächen mit Blick auf die Quellfassungen des Krumbacher Wasserschutzgebietes aus dem Konzept herauszunehmen. Bedenken werden hinsichtlich der Standorte auf Anhöhen geäußert, da sich dazu noch die Höhe der Windräder von rund 200 Metern addiere. Mit aufgenommen wurde in den Beschluss, dass bei dieser Höhe eine Abstandsfläche von 1500 Metern zu verlangen sei.
Laut Bürgermeister Fischer soll es im Sommer eine neue Karte zur Nutzung der Windkraft geben. Dann könnten die Kommunen nochmals Bedenken und Wünsche äußern. (lmm)
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