Dass Conan ein aufgewecktes Jüngelchen ist, zeigt sich, als er beim Eierlaufen nicht nur mit einem unbeschadeten Ei, sondern auch mit ein paar Köpfen eines gegnerischen Stammes zurückkommt. Dieser rottet bald Conans Anverwandte aus, sodass ein simples Rachefilmchen seinen rustikalen Weg gehen kann.
Blutig wie der Putzeimer vom Schlachthof – genau das erwartet man vom deutschen Regie-Export Marcus Nispel. Die Qualitäten des ehemaligen Frankfurters, der sich mit Musikvideos und Horror-Remakes sein Renommee in Hollywood erarbeitet hat, zeigen sich wieder darin, dass er alles brutaler und blutiger macht als im Original.
Nur beim Hauptdarsteller könnte man diesmal unmännliche Schwäche vermuten: Jason Momoa, ein hawaiianischer Buddhist auf blutigem Filmfeld, verdingte sich als Modell bevor er in der Fernsehserie „Stargate: Atlantis“ mitspielte. Ein männliches Modell oder ein strammer Bodybuilder aus Austria, wie Schwarzenegger im Jahre 1982? Da wäre das Ergebnis bei den Wahlen für den nächsten kalifornischen Governator eindeutig. Die einzige Entdeckung des Films liefert Wikipedia mit dem Begriff „Low-Fantasy-Film“. „Low“ – auf Deutsch: niedrig – ist so einiges in diesem Barbarengefilde. *
Filmstart in Augsburg, Füssen, Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Königsbrunn, Ingolstadt, Memmingen, Neuburg, Neu-Ulm, Nördlingen und Schrobenhausen