In Reichling kommt in diesem Jahr aber schon der nächste große Brocken
Reichling Die Gemeinde Reichling hat 2011 die Weichen für die Zukunft gestellt: Mit der schnellen Breitbandlösung VDSL, der Erweiterung des Gewerbegebiets und den Investitionen in die Wasserversorgung. Außerdem ist es Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und dem Gemeinderat gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung von 1140 (2007) auf derzeit 772 Euro zu senken. Zurücklehnen kann sie sich jedoch nicht: Im neuen Jahr kommen insbesondere mit der Ertüchtigung der Kläranlage in Rott neue Herausforderungen auf sie zu. Aber: „Wir haben schon so viel bewerkstelligt, da werden wir das auch noch anpacken“, meint Horner-Spindler zuversichtlich.
Das für sie wichtigste Projekt 2011 waren die Investitionen in die Wasserversorgung, darunter die Visualisierung, die Erneuerung der Pumpen, aber auch der Verbund zwischen Reichling und Ludenhausen, der nun in beide Richtungen funktioniert. Denn: „Wasser ist unser kostbarstes Gut“, betont die Bürgermeisterin. Die Gemeinde gibt deshalb auch 2012 Geld für technische Neuerungen aus.
Sehr am Herzen lag Horner-Spindler und dem Gemeinderat zudem die Versorgung aller vier Ortsteile mit der schnellen Datenautobahn VDSL – und die Erweiterung des Gewerbegebiets Eggarten. Die Erschließungsarbeiten dort sollen 2012 beginnen, nun hofft die Bürgermeisterin auf möglichst „bodenständige Betriebe“, die sich dort ansiedeln wollen. Ein paar Interessenten gebe es bereits. Ebenfalls soll die erste Maßnahme der Dorferneuerung Ludenhausen (Sanierung und Neugestaltung des Bereichs Friedhofsmauer) umgesetzt werden, die sich wegen ständig neuer Hiobsbotschaften des Statikers immer wieder verzögert hatte. Hier liegt nun die Zusage der Dorferneuerung vor. Außerdem wird sich die Gemeinde intensiv mit der Energiewende auseinandersetzen und beteiligt sich dazu am Klimaschutzkonzept des Landkreises.
Infoversammlungen
Die größte Sorge bereitet Horner-Spindler derzeit die Abwasserentsorgung. Zwar konnte im vergangenen Jahr die Kanalsanierung Riederweg/Griesacker/Kapellenring in Ludenhausen realisiert werden. Doch kommt nun mit der notwendigen Ertüchtigung der Kläranlage in Rott ein Riesenbrocken auf die Gemeinde und ihre Bürger zu. Wie die Kosten umgelegt werden, will Horner-Spindler gemeinsam mit den Reichlingern und Ludenhausenern bei Versammlungen klären.
Die Bürgermeisterin ist „sehr stolz“ auf ihre Gemeinde und lobt insbesondere den Zusammenhalt untereinander, die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und das ehrenamtliche Engagement auch vieler junger Bürger. Sie freut sich aber auch über rund 15 000 Euro an Spenden, die die Gemeinde erhalten hat – zum Beispiel für den Spielplatz in Ludenhausen und den Kindergarten, der bei der Elternbefragung erneut hervorragend abgeschnitten hat. Die Zukunft der „Wurzberg Oase“ ist dank wieder ansteigender Geburtenzahlen gesichert.
Der Gemeinde ist es wichtig, sich umgekehrt auch für die Bürger und Vereine zu engagieren, betont Horner-Spindler. Nicht zuletzt deshalb wurde im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Sparkasse Schongau die Bürgerstiftung Reichling-Ludenhausen ins Leben gerufen. Die Bürgermeisterin hat ihre Wahl trotz der vielen Arbeit übrigens nie bereut: „Die Arbeit macht mir viel Freude“, sagt sie – und dass sie von den Bürgern „viel Positives zurückbekommt“. (dh)
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