Verhandlungen für andere Standorte offenbar ohne Erfolg
Anvisiert hatte Aldi die Fläche schon vor vier Jahren, wegen der Widerstände aus der Bevölkerung hinsichtlich einer Einzelhandelsansiedlung schräg gegenüber dem Friedhof hatte der Gemeinderat 2007 aber eine Fläche an der Hausener Straße vorgeschlagen. Dort waren Kaufverhandlungen aber offensichtlich nicht erfolgreich, wie sich nach mehrmaligem Nachfragen aus dem Gemeinderat herauskristallisierte.
Horst Kürschner (Grüne), Eckhart-Georg Miehle (SPD) und Carola Prediger (SPD) hakten nach, warum andere Standorte - an der Hausener Straße und bei Kaltenberg - nicht möglich seien. So hatte der Beschluss zur Aufnahme eines Areals für den Einzelhandel Anfang November im Flächennutzungsplan gelautet: Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) sollte wegen der zwei Alternativflächen noch einmal vorstellig werden beim Investor. Wenn diese abgelehnt werden, wird das Areal an der Moorenweiser Straße im Flächennutzungsplan als Fläche für Einzelhandel ausgewiesen.
Man habe andere Standorte geprüft, so Cleesattel, zeitnah umsetzen lässt sich das Projekt aber nur an der Moorenweiser Straße. Wie aus seinen Ausführungen deutlich wurde, sind dort die Verkaufsverhandlungen offensichtlich so weit gediehen, dass zur Verwirklichung nur noch die Schaffung von Baurecht nötig ist.
Umsetzen wird das Projekt nicht Aldi, sondern die Pletschacher Holzbau GmbH, die unter anderem den Rewe-Markt an der Breslauer Straße in Landsberg verwirklicht hat. Geschäftsführer und Inhaber Peter Pletschacher erläuterte, dass sein Unternehmen von der Grundstücksakquise über Planung bis zur Bebauung derartige Projekte betreue. Mit Aldi sind langfristige Mietverträge vorgesehen. Der Projektentwickler sagte auf Nachfrage, dass man gewisse Vorstellungen habe, wie die Gebäude situiert werden sollten. Genaue Festlegungen gebe es erst im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens, wenn weitere Behörden eingebunden sind.
Bürgermeister Lehmann will über Flächenkauf diskutieren
Ein längeres Hin und Her gab es im Zusammenhang mit Bürgermeister Lehmanns Wunsch, einen Beschluss zu fassen. Mehreren Gemeinderäten schien dies nicht notwendig, da doch schon beschlossen sei, das Areal als Einzelhandelsfläche auszuweisen. Vor allem der Passus, dass auch die Gemeinde mit dem Grundstückseigner in Verhandlungen treten soll, irritierte einige Gemeinderäte.
Wie sich herausstellte, möchte Lehmann, dass auch die Gemeinde einen Teil der drei Hektar großen Fläche an der Moorenweiser Straße kauft. Letztendlich einigte man sich darauf, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, und es wurde bei fünf Gegenstimmen beschlossen, dass der Bauausschuss hinsichtlich der Einzelhandelsfläche vorberaten soll für den Gemeinderat.