Nach einer Ansprache des Vorsitzenden des Elternbeirats, Rainer von Lospichl, hielt Tamara Dilger, unterstützt von vier ehemaligen Mitschülern, die ausgesprochen humorvolle Abiturrede, in der sich Schüler und Kollegium unschwer wieder erkannten. "Es sei eine hohe Kunst, die Menschen zum Lachen zu bringen", lobte Erzabt Jeremias Schröder in seiner Ansprache den Vortrag der Abiturientin, und meinte, der gute christliche Realismus sei von Humor durchtränkt, bevor er auf die schwierigen Zeiten einging, in der sich die katholische Kirche und auch St. Ottilien in den vergangenen Monaten befinden. An dieser Stelle dankte er allen Schülern und Eltern ausdrücklich für die erfahrene Unterstützung.
Sehr persönlich gehalten war die anschließende Zeugnisverleihung: Auf die Wand projizierte, aktuelle Fotos und solche aus der Kindheit sowie passende Musik begleiteten jeden der Abiturienten auf seinem Weg auf das Podest, wo dieser Zeugnisse und Glückwünsche entgegennahmen. Nach der Verleihung des "Tu-Was-Preises" der Confoederatio Ottiliensis durch Karin Schmalzl, verabschiedete Schulleiter Michael Häußinger die jungen Erwachsenen nach ihrem selbst gewählten Motto "abismus et carpismus" - "ab in die Freiheit".
In die Freiheit entlassen
In Anlehnung an die Worte des Abtprimas Dr. Notker Wolf skizzierte er das "wunderbare Gefühl christlicher Freiheit", welches er den ehemaligen Schülern des letzten G9-Jahrgangs für ihr Leben wünschte.
Mit diesem Wunsch von Erzabt Jerimias Schröder wurden 71 Abiturienten in die Freiheit entlassen. (kremb)