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Kapelle: Altar zurück in St. Leonhard

Kapelle

Altar zurück in St. Leonhard

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    Der Altar ist gründlich restauriert in der Vorweihnachtszeit in die Wengener Kapelle zurückgekehrt.
    Der Altar ist gründlich restauriert in der Vorweihnachtszeit in die Wengener Kapelle zurückgekehrt. Foto: Foto: Raimund Fellner

    Wengen Für das Patrozinium am 6. November ist er nicht fertig geworden, doch dann ist er rund einen Monat später wenigstens zu einem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk geraten: In der Adventszeit ist der Altar in die Wengener Leonhardikapelle frisch restauriert zurückgekehrt.

    Die Notwendigkeit, den stuckmarmornen Ausstattungsgegenstand zu sanieren, sahen die Wengener schon seit Längerem, vor zwei Jahren konnten sie die zuständige Oberkonservatorin am Landesamt für Denkmalpflege, Dr. Susanne Fischer, bei einem Ortstermin in der St. Georgener Kirche schließlich überreden, auf einen Sprung in Wengen vorbeizuschauen. Sie versprach den Wengenern zu helfen, vermutete sie hinter dem wohl zwischen 1750 und 1760 gebauten Altar doch die Handschrift des Wessobrunner Stuckateurs Franz Xaver Feichtmayr. Wahrscheinlich sei der Altar zunächst woanders gestanden und er sei erst nach der Säkularisation 1803 in Wengen aufgestellt worden. Feichtmayr schuf übrigens auch in der ehemaligen Stiftskirche in Dießen und in St. Georg die Stuckarbeiten. Im Frühjahr 2010 konnten die Sanierungsarbeiten beauftragt werden, den Zuschlag erhielt der Halblecher Stuckbildhauer Xaver Mahler, der für Altar und Predella (den Unterbau) 20000 Euro veranschlagt hatte. Aufgebracht wurde dieses Geld durch Zuschüsse des Landesamtes, des Bezirks, der Sparkassenstiftung und der Wengener Burschenschaft. Eventuell am Ende nicht gedeckte Kosten trägt die Marktgemeinde als Eigentümerin der 1720 erbauten Kapelle.

    Schäden durch Feuchtigkeit

    Nach Vorliegen der Genehmigung des Denkmalamts wurde der Altar im August in die Restauratorenwerkstatt nach Halblech gebracht. Der Abbau stellte sich als gar nicht so einfach heraus, da von unten auftretende Feuchtigkeit viele Holzteile des Altars geschädigt hatte.

    Derweil übernahm die Burschenschaft weitere Sanierungsaufgaben: Es musste gemauert werden, außerdem wurde der Chorraum gestrichen und das Fries gereinigt und farblich wiederhergestellt.

    In der Adventszeit kam der Altar zurück, die Burschen bauten ihn auf und stellten auch die vier dazugehörigen Heiligenfiguren wieder an ihren Platz, nachdem die örtliche Restauratorin Christine Haunschild sie instandgesetzt hatte. Die Burschenschaft hatte neben den 50 geleisteten Arbeitsstunden auch die Kosten für diese Arbeiten aufgebracht. Am vierten Advent wurde in der Kapelle eine Andacht gefeiert mit dem Marienbild, das vor Weihnachten in Wengen von Haus zu Haus wanderte. (lt)

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