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Wissenschaft: Andreas Kraus ein 90er

Wissenschaft

Andreas Kraus ein 90er

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    Prof. Dr. Andreas Kraus wird am Montag 90 Jahre.
    Prof. Dr. Andreas Kraus wird am Montag 90 Jahre. Foto: Ludwig-Maximilians-Universität

    Seinen 90. Geburtstag kann am Montag der Landeshistoriker Prof. Dr. Andreas Kraus begehen. Der seit über 50 Jahren am Ammersee lebende Wissenschaftler stand von 1978 bis zu seiner Emeritierung 1989 der Keimzelle der bayerischen Landesgeschichtsforschung, dem Institut für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), vor.

    Mit dem Landkreis Landsberg kam der am 5. März 1922 in Erding geborene Kraus über den Lehrdienst in St. Ottilien in Berührung. Ab den 1960er Jahren war Kraus an der neuen Universität in Regensburg Professor für bayerische Landesgeschichte, bevor er 1978 Nachfolger seines Lehrers Max Spindler in mehreren Funktionen wurde: als Institutsvorstand an der LMU, als Vorstand der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Herausgeber des Handbuchs der Bayerischen Geschichte, dessen Neuauflage Kraus besorgte.

    Das zentrale Forschungsgebiet von Andreas Kraus ist die frühe Neuzeit und die Epoche der Aufklärung und dabei besonders die Rolle der Bayerischen Akademie der Wissenschaften als Impulsgeber für die Modernisierung des Landes. Seine Habilitationsschrift wurde zur grundlegenden Arbeit über die Geschichtsschreibung an den deutschen Akademien im 18. Jahrhundert, würdigt sein Nach-Nachfolger am Münchner Institut für Bayerische Geschichte, der ebenfalls im Landkreis Landsberg lebende Prof. Dr. Ferdinand Kramer, die wissenschaftliche Arbeit von Kraus.

    Kramer gehört zu den Schülern von Kraus, unter diese sind auch die Chefs des Landesamts für Denkmalpflege, Egon Johannes Greipl, und des Hauses der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl, zu zählen, erwähnt Kramer. Auch zur Geschichtsforschung im Landkreis Landsberg leistete Kraus mehrere Beiträge.

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