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Hauptstraße: Anlieger lassen nicht locker

Hauptstraße

Anlieger lassen nicht locker

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    Die Verkehrssituation in der Finninger Hauptstraße, wo sogar Tempo 30 gilt, wird unterschiedlich bewertet. Es gebe nur wenige Tempo-Ausreißer, ergab eine Messung, Anwohner fordern aber weitere Vorkehrungen.
    Die Verkehrssituation in der Finninger Hauptstraße, wo sogar Tempo 30 gilt, wird unterschiedlich bewertet. Es gebe nur wenige Tempo-Ausreißer, ergab eine Messung, Anwohner fordern aber weitere Vorkehrungen. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Finning In der Finninger Hauptstraße werde weiterhin zu schnell gefahren. Das haben Anlieger in einem Schreiben an die Gemeinde moniert. Bürgermeister Fritz Haaf verlas den dreiseitigen Brief, der den Unmut der Anlieger ausdrückte, bei der jüngsten Finninger Gemeinderatssitzung. Bereits im Frühjahr waren die Anwohner an den Gemeinderat herangetreten und hatten sieben Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vorgeschlagen. Wegen des fehlenden Gehsteiges seien die Fußgänger, insbesondere die Schulkinder, gefährdet und es werde weiterhin „gerast“.

    Ein „subjektiver Eindruck“, befand Haaf, denn bei Geschwindigkeitsmessungen im Frühjahr seien nur wenige Ausreißer dabei gewesen und diese hauptsächlich nachts. Dass die von den Anliegern vorgeschlagen Ideen wie farbige Markierung eines Fußgängerstreifens keine Unterstützung seitens des Verkehrsexperten im Landratsamt fand, wurde im Schreiben der Anlieger spitzfindig kommentiert. An der Hauptstraße gilt bereits eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde, was Johann Boos als ausreichend ansah.

    Wie Haaf sagte, habe man im Gemeinderat Geschwindigkeitsmessungen durch den kommunalen Zweckverband Oberland befürwortet. Bei einem Ortstermin mit einem Vertreter des Zweckverbandes sei festgestellt worden, dass dies technisch möglich sei. Allerdings lehne der Zweckverband Messungen ab, da die Gemeinde nicht Mitglied sei. Wie Haaf sagte, gebe es aber einen früheren Beschluss der Gemeinde, der explizit eine Mitgliedschaft im Zweckverband abgelehnt hatte. Dazu komme, dass der Zweckverband nur einmal im Jahr neue Mitglieder aufnehme, sagte Haaf. Die Polizei schloss Messungen in der Hauptstraße ebenfalls aus, so Haaf.

    Die Ankündigung der Anlieger, ihre Fahrzeuge so auf der Straße zu parken, dass die Autofahrer abbremsen müssen, kam bei einigen Gemeinderäten nicht gut an. Albert Boos befand sogar, dass die Gemeinde ein Parkverbot aussprechen sollte. „Geparkte Autos sind kontraproduktiv“, sagte Albert Boos, da die Kinder von den Autofahrern nicht gesehen werden. Auf der Fahrbahn abgestellte Fahrzeuge zwängen die Fußgänger dazu, auf der Straßenmitte zu gehen, meinte auch Haaf.

    Gegen eine bauliche Veränderung mit Blumenkübeln, abgesetzten Pflastersteinen und Ähnlichem sprach sich Siegfried Weißenbach aus. „Das ist nicht die einzige Straße“, meinte er und sah eine Fülle von Anträgen auf die Gemeinde zukommen. „Farbige Markierungen vermitteln eine Sicherheit, die es nicht gibt“, sagte Wilhelm Turetschek.

    Für die Anlieger setzte sich Bürgermeister Haaf ein. Er formulierte als Beschlussvorschlag, dass in der Hauptstraße erneut ein Geschwindigkeitsmesser aufgestellt wird und eine zusätzliche Straßenmarkierung mit Tempo 30 in Aussicht gestellt wird. Nachdem die neuen Messergebnisse vorliegen, will man sich im Gemeinderat noch einmal mit dem Thema befassen. Einstimmig wurde dies so beschlossen.

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