Schondorf Lange schon war die Schondorfer Bahnunterführung kein schöner Anblick. Die Wandbemalung war von Graffiti bedeckt und der von der Feuchtigkeit verursachte Schimmel hatte den viel benutzten Tunnel zwischen Bahnhof und Ringstraße verschandelt. Doch dem haben die Schüler der Wolfgang-Kubelka-Realschule (WKR) nun ein Ende gesetzt: Am Freitagnachmittag eröffneten sie die „WKR Tunnelgalerie“.
Für musikalische Untermalung sorgte die Schondorfer Blasmusik unter der Leitung von Lothar Ringmayr. Das Einleitungswort sprach Bürgermeister Peter Wittmaack. Die Bahnhofsunterführung sei kein teures Museum, wie etwa die Pinakothek der Moderne in München, jedoch würden mindestens genauso viele Menschen die Gemälde sehen, da die Unterführung von bis zu 2500 Personen täglich genutzt werde. Sie sei damit eine wichtige Einrichtung für den Ort und sollte deswegen entsprechend aussehen.
Vom Dinosaurier bis zur Gitarre
Die Jugendabteilung der Wasserwacht hatte die Unterführung schon einmal hergerichtet. Die Wände wurden bemalt und die Stufen an einer Seite der Unterführung entfernt. Dies alles geschah im Zuge der Aktion „Drei Tage Zeit für Helden“. Doch das ist schon wieder fünf Jahre her. Im November war dem Bürgermeister die Idee zur Verschönerung gekommen und er war auf Realschulrektor Günter Morhard zugegangen. Morhard gewann den Kunstlehrer Christoph Rehbach für das Projekt. Zunächst konnten die Schüler ihre Entwürfe einreichen, aus denen dann die Sieger ausgewählt wurden.
Spender, die Materialien stifteten oder Patenschaften für einzelne Bilder übernahmen, finanzierten das Projekt. Die Bilder wurden von Schülern der 5., 7. und 9. Klassen entworfen und auf die großen Platten übertragen. Die Motive reichen von einem seine Mahlzeit genießenden Dinosaurier über ein „Peaceface“, bis zu einer Gitarre mit der Unterschrift „WKR rocks“, was laut Rehbach als Liebeserklärung an die Schule interpretiert werden kann. Die Bildplatten können entfernt werden, falls sie beschmiert werden sollten. Auf diese Weise kann die Ausstellung aber auch wie in einer echten Galerie variieren. (ljb)