Elfte Familie kommt im Februar

Dießen Auf ein ereignisreiches Jahr blickt das SOS-Kinderdorf in Dießen in diesen Tagen zurück. Im Mittelpunkt stand die Einweihung des neuen Dorfmittelpunkts „Haus Mosaik“, das von den Kindern und Mitarbeitern bereits mit großer Begeisterung genutzt wird. Obwohl es am Ende reichlich knapp wurde, erinnert sich SOS-Kinderdorf-Leiter Erich Schöpflin, wurde das Gebäude am Ende gerade noch rechtzeitig fertig zum Fest mit Ministerpräsidentengattin Karin Seehofer und Schauspielerin und Kinderdorf-Botschafterin Ursula Buschhorn.
Die Atmosphäre im neuen Saal sei zwar noch etwas „ungewohnt“, meinte Schöpflin bei der Jahresabschlussfeier, doch ihm gefalle das Haus „Mosaik“ sehr gut. Seine Feuerprobe bestand es bereits bei der Einweihung, aber auch bei der Jahresmitgliederversammlung des SOS-Kinderdorfvereins, die erstmals nach fünf Jahren Pause wieder in Dießen stattfand.
Außerdem hat Nicole Mathauser bereits ihre Arbeit im Therapie-raum im Untergeschoss aufgenommen. Dort hilft die Heilpädagogin entwicklungsverzögerten Kindern weiter.
Viele Mitarbeiter-Jubilare
Sie ist auch eine der vielen Jubilare, die Schöpflin und Kita-Leiterin Susanne Kretschmann ehrten: Neben Mathauser, Sabine Deusing, Anna-Lina Zeth und SOS-Kinderdorfmutter Anke Hertzsch wurden auch die im ganzen SOS-Kinderdorf sehr beliebten Dorfmeister Manfred Bauer und Markus Obermair für fünf Jahre geehrt, berichtet eine Pressemitteilung.
Seit zehn Jahren wirken im SOS-Kinderdorf Sabine Sperlich, Monika Ziesacher, Regina Hanel-Giggenbach, Bang-On Drexler und Roger Kretschmann, der mit seiner Arbeit in der Kunstwerkstatt des SOS-Kinderdorfs und mit der Karacho-Band „das Profil des SOS-Kinderdorfs maßgeblich mitprägt“, wie Schöpflin betonte. So stammt auch das große Mosaik an der Nordfassade des „Haus Mosaik“ aus Kretschmanns Kunstwerkstatt.
Dieses und noch viel mehr soll im kommenden Jahr der Öffentlichkeit bei einem „Tag der offenen Tür“ im SOS-Kinderdorf präsentiert werden. Dann gibt es im Dorf auch eine elfte Familie: Sie wird voraussichtlich im Februar gegründet.
Dass die Buben und Mädchen bei all ihren eigenen Problemen auch an andere denken, bewies die diesjährige Verleihung des Sozialpreises: Er ging die Kinder der Familie Ute Starck, Ann-Kathrin, Sandra, Elisa, Manuel und Patricia, die beim Sommerfest eine Tombola zugunsten der Hunger leidenden Altersgenossen in Afrika veranstaltet hatten. SOS-Kinderdorfmutter Margarete Gehring und Sozialpädagoge Adrian Schmidt zeichneten aber auch Philip aus, der sich ausgesprochen fleißig um den Garten seiner Kinderdorffamilie Cornelia Horn kümmert, auf die Sauberkeit am Hartplatz achtet und immer wieder in der Dorfmeisterei mithilft. Großen Applaus erhielten nicht nur die Preisträger, sondern auch die Buben und Mädchen der Carl-Orff-Grundschule, die bei der Feier ein Theaterstück aufführten. (lt)
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