Das Pflaster für den umgebauten Hauptplatz wird in China gefertigt. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Stadtrat der Auftragsvergabe an ein Steinkontor aus Berlin zu, das das Pflaster aus China bezieht. Die Stadträte sagten ja, weil der Händler Partner vonFair Stone, einem internationalen Umwelt- und Sozialstandard für die Natursteinindustrie, ist. Damit hält sich die Stadt an die Richtlinien des Vergaberechts. Der ursprüngliche Beschluss des Stadtrats, das Pflaster für den neuen Hauptplatz dürfe nur aus europäischer Herstellung stammen, würde dagegen verstoßen.
Die Vergabestelle bei der Regierung von Oberbayern hat die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass der vormalige Beschluss des Stadtrats gegen die Vorschriften des Ausschreibungs- und Vergaberechts verstößt. Die Stadträte hatten gehofft, durch Kinderarbeit hergestelltes Pflaster ausschließen zu können. Das Angebot des Händlers aus Berlin, das günstigste aller eingegangenen, müsse angenommen werden. Damit spart sich die Stadt rund 550000 Euro. Das Granitpflaster aus chinesischer Herstellung kostet rund 1,25 Millionen Euro, wie Christian Neumann vom Tiefbaureferat der Stadt in der Sitzung sagte.
Werde das Angebot aus Berlin ausgeschlagen, sind nach Meinung von Oberbürgermeister Ingo Lehmann auch die für den Umbau zu erwartenden Zuschüsse in Gefahr. Zudem würde sich die Stadt schadenersatzpflichtig machen. Unter diesen Voraussetzungen habe man das Bestmögliche erreicht.
Ebenfalls in der Sitzung vergeben wurde der Auftrag für die Beschilderung für die Umleitung des Verkehrs während des Umbaus. Wie Christian Neumann sagte, sind 37 Standorte für Schilder notwendig. Die Kosten liegen bei rund 151000 Euro.
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