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OB-Wahl: Den Menschen zugewandt

OB-Wahl

Den Menschen zugewandt

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    Landsberg Ein Ehrenbürger der texanischen Stadt El Paso wird der vierte Herausforderer von Oberbürgermeister Ingo Lehmann. Andreas Tillmann, Büroleiter der FDP-Landsberg, soll heute Abend im Rahmen einer Aufstellungsversammlung bestätigt werden. Damit greifen die Liberalen nach der CSU (Mathias Neuner), den Piraten (Eric Lembeck) und den Grünen (Ludwig Hartmann) nach dem Amt des Stadtoberhauptes, das am 11. März zur Wahl steht.

    Andreas Tillmann wird sich auf Empfehlung des FDP-Ortsvorsitzenden Günter Veit heute Abend den Mitgliedern zur Wahl stellen. „Er ist sicher einer der aktivsten und bekanntesten Liberalen in Landsberg“, begründet Veit seine Entscheidung. Tillmann habe vor allem auch durch die Mitarbeit in Bürgerinitiativen bewiesen, überparteilich für gemeinsame Ziele einzustehen. Da sieht der Ortsvorsitzende gegenwärtig in Landsberg aber Defizite.

    Situation erfordert einen eigenen FDP-Kadidaten

    Andreas Tillmann selbst will jedoch „kein Läusejäger“ sein, ihm ist die Politik in Landsberg allerdings zu wenig am Menschen orientiert. Dazu beigetragen habe sicherlich die Informationspolitik des amtierenden Oberbürgermeisters, die diesem, so Tillmann, nicht gut getan habe. Intern sei der Entschluss nach vielen Gesprächen gereift. So fordern laut Günter Veit die bisherige Kandidatensituation und die aktuellen Ereignisse um Stadtrat, OB und Stadtverwaltung förmlich dazu auf, einen liberalen Kandidaten aufzustellen. Die bisherigen Alternativen – mit Stand vergangenes Wochenende – wären der FDP nicht ausreichend. Dabei glaubt Andreas Tillmann zum Beispiel nicht, dass der CSU-Kandidat Mathias Neuner frei in einem gewissen Handlungsspielraum agieren könne – bei derzeitigen zweiten und dritten Bürgermeistern aus derselben Partei. „Ich sehe mich dagegen als unabhängig und keiner Stadtratsfraktion verpflichtet.“ Dies sei eine Grundvoraussetzung dafür, „alte, eingefahrene Strukturen, auch in der Verwaltung, aufzulockern“.

    Der Fachmann für Bürokommunikation möchte zudem künftig die Bürger mehr mitnehmen, über Entscheidungsprozesse schnell und kontinuierlich informieren. Seine Politik, so versichert der FDP-Kandidat, sei dem Menschen und nicht den Projekten zugewandt.

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