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Aufbau: Denkmal im Heilig-Geist-Spital wurde aufgestellt

Aufbau

Denkmal im Heilig-Geist-Spital wurde aufgestellt

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    Vorsichtig bringt Bildhauer Joachim Hoppe (Mitte) mit Helfern die liegende Figur in die richtige Position.
    Vorsichtig bringt Bildhauer Joachim Hoppe (Mitte) mit Helfern die liegende Figur in die richtige Position. Foto: Foto: Ulrike Reschke

    Landsberg „Es ist eine never ending story“, seufzt der Bildhauer Joachim Hoppe. Er hat 1999 als Gewinner eines Wettbewerbs anlässlich des 650-jährigen Bestehens der Heilig-Geist-Spital-Stiftung ein Denkmal gestaltet, das an die Arbeit der Barmherzigen Schwestern für Pflegebedürftige in Landsberg erinnern soll. Bis die Skulptur im Wert von 25000 Euro für den Anbau an das Spital weichen musste, stand sie in der Nähe des Haupteingangs. Drei Jahre war sie den Blicken der Öffentlichkeit entzogen, am Dienstag wurde sie wieder aufgestellt.

    „In einer Hau-Ruck-Aktion wurde das Denkmal rausgebrochen und beschädigt“, sagt Hoppe. „Die Stadt konnte nichts dafür, es war ein Fehler der Baufirma.“ Die zwei Teile des Denkmals wurden in den Städtischen Bauhof gebracht. Dort entdeckte sie der Künstler durch Zufall wieder. „Es waren Rohre daraufgelegt und Paletten, wie wenn das alles nichts wert wäre“, erinnert er sich. Da habe er beschlossen, die Überreste in seine Werkstatt zu transportieren, „bevor noch mehr passiert“.

    „Man kann eine Sache, die man zu Ehren und aus Dankbarkeit für aktives Tun von Schwestern aufgestellt hat, nicht mit Füßen treten. Diese Kritik muss sich die Stadt gefallen lassen“, meint Hoppe. Er legte dem Bauamt einen Kostenvoranschlag über 5800 Euro für die Reparatur vor. Bei der stehenden Figur etwa, die eine Krankenschwester darstellt, seien der untere Teil sowie eine Hand abgebrochen sowie Kanten beschädigt gewesen. Den genau passenden Stein zu finden, sei besonders schwierig gewesen. Die Stadt fand die Reparaturkosten zu hoch, man einigte sich auf einen Nachlass, und für 5000 Euro stellte Hoppe das Denkmal wieder her. 2009 wurde die Reparatur abgenommen und bezahlt, die Figur aber trotz wiederholter Nachfragen Hoppes nicht abgeholt.

    Nur vorübergehenderStandort

    „Ich war es leid, denen dauern hinterher zu laufen“, sagt Hoppe. Durch einen Zeitungsartikel sei die Öffentlichkeit aufmerksam geworden.

    Dann sei alles sehr schnell gegangen: Am 5. Dezember sei das Fundament betoniert worden, nachdem am 1. Dezember gemeinsam mit Vertretern der Stadt der neue Standort für das Denkmal ausgewählt worden war. Dieser soll laut Hoppe nur ein Vorübergehender sein, da am Spital weiter gebaut wird. „Ich hätte sie gern wieder im Innenhof gehabt“, sagt er, „und sie während der Bauphase sicher eingehaust“. Zu leicht könnten durch neuerliches Versetzen neue Beschädigungen auftreten. Peter Huber, Referatsleitung Kommunaler Hochbau, ließ dem Landsberger Tagblatt folgende Stellungnahme zukommen: „Die Stadt Landsberg hat, von den nicht abgeschlossenen Umbauplänen ausgehend, den Zeitpunkt und dem Wunschstandort von Herrn Hoppe nicht entsprechen können. Der Stadtrat hat die Umbausanierung und die damit verbundene Haushaltsmittelgenehmigung mehrmalig verschoben. Die bisherigen Umbaupläne werden, gemäß Haushalts-Ansatz auch 2012 nicht realisiert. Der jetzt angebotene Aufstellungsort kann daher nur provisorisch sein. Damit wird der Lageraufenthalt der Skulptur verkürzt und ist als ein Entgegenkommen dem Künstler gegenüber zu werten.“

    Das Denkmal stellt eine pflegende Krankenschwester mit einer in eine halbkreisförmige Form gebetteten Frau dar. Beide sind einander zugewandt und bilden in ihrer Gesamtheit einen Kreis. „Der Kreis ist ein Zeichen für Vollkommenheit und Ganzheit, die entsteht, wenn Menschen zusammenwirken“, sagt der Bildhauer Joachim Hoppe.

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