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Fritz-Beck-Schule: Der Bauhof lieferte anfangs die Erde

Fritz-Beck-Schule

Der Bauhof lieferte anfangs die Erde

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    Ein kleines Paradies existiert an der Fritz-Beck-Schule und wird von einer Praxisklasse gehegt und gepflegt und immer noch erweitert.
    Ein kleines Paradies existiert an der Fritz-Beck-Schule und wird von einer Praxisklasse gehegt und gepflegt und immer noch erweitert. Foto: Romi Löbhard

    Landsberg Berankt von blühenden Erdbeeren wachsen auf einem trefflich gepflegten Hochbeet bunte Salate zu Köpfen, im stabilen Gewächshaus ranken bereits Gurken- und Tomatenpflanzen, hinter einer Art begrüntem Balkongeländer ist ein Komposthaufen versteckt. Ob Hügelbeet oder Töpfe und Schalen – in einem Teil der Freiflächen rund um die Fritz-Beck-Schule in Landsberg grünt und blüht es wie im gut gepflegten Gemüsegarten eines begeisterten Hobbygärtners. Im Rahmen einer Feier mit Zwetschgenbaum-Pflanzaktion wurde das kleine Paradies jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben.

    Der Garten ist Werk und Aufgabe der Praxisklasse, die das Areal mit Klassleiter Dietmar Perzl und dem Sozialpädagogen Kurt Strodel (Kolping Bildungswerk) am wöchentlichen Praxistag eingerichtet hat, pflegt und immer noch erweitert. Der Plan, eine Gärtnerei aufzuziehen, um den Schülern neben den Erfahrungen in den Bereichen Holz, Metall, Bau und Soziales eine weitere Sparte anbieten zu können, sei vor einiger Zeit entstanden, erklärte Dietmar Perzl bei der Vorstellung des Gartens. „Von Gärtnerei hatten wir aber überhaupt keine Ahnung“, so der Klassenleiter schmunzelnd. „Aber wir dachten, dass ein Gewächshaus wohl ein guter Anfang wäre.“

    Vor drei Jahren wurde die Idee in die Tat umgesetzt

    Also wurde vor drei Jahren ein Fundament ausgehoben und die Idee in die Tat umgesetzt. Die Finanzierung des Gewächshauses durch die Stadt Landsberg sowie tatkräftige Unterstützung mit Bagger und Erdlieferung durch Bauamt und Bauhof hätten das Projekt möglich gemacht, so Perzl. Die im Klassenzimmer vorgezogenen Pflänzchen wanderten in das Gewächshaus, und bis zu den großen Ferien hatte sich „im idealen Klima eine solch grüne Hölle entwickelt, dass wir fast nicht mehr zur Tür hineingekommen sind“. Das habe eine gute Fee – „vielleicht war es auch die Kräuterhexe“ – namens Edeltraud Manka auf den Plan gerufen. „Sie hat uns gezeigt, wie’s gemacht wird, und steht uns nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite.“

    Mit jedem Jahr ordentlicher und ertragreicher

    Mit Edeltraud Mankas Unterstützung und deren grünem Daumen werde die schuleigene Gärtnerei nun mit jedem Jahr ordentlicher und ertragreicher. „Wir haben Hochbeete angelegt, eine Regentonne aufgestellt, Büsche und Blumen gepflanzt.“ Ein Landsberger Gärtnereibetrieb habe die Schule mit Pflänzchen versorgt und einen Obstbaum gespendet. „Unsere neueste Errungenschaft ist der Kompostplatz.“ Mittlerweile könne der Schulgarten, der jedes Jahr von ein oder zwei Schülern als praktisches, in die Prüfungsnote für den Schulabschluss einfließendes Projekt gewählt werde, den wöchentlichen Mittagstisch der Praxisklasse mit frischen Salaten und duftenden Kräutern bereichern.

    Hocherfreut äußerte sich auch Rektor Josef Kannheiser über die Gärtnerei als fünftem Praxiszweig an der Schule und lobte die Initiatoren, allen voran Dietmar Perzl, der die Praxisklasse aufrecht halte und Edeltraud Manka als „Mitinitiatorin“ des Projekts. (löbh)

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