Pürgen Für den örtlichen Rechnungsprüfungsausschuss in Pürgen hat Gemeinderat Manfred Haschka in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Jahresrechnung 2010 berichtet.
Deutlich über dem Haushaltsansatz seien 2010 die Kosten für die Wasserversorgung (15742 Euro) gewesen sowie die Kosten für die Bewirtschaftung der Schule (71934 Euro gegenüber 50000 Euro). Für Rechnungen für eine Neupflanzung in Lengenfeld (8680 Euro) fehle der Gemeinderatsbeschluss.
Pürgens Bürgermeister Klaus Flüß erklärte dazu, der Auftrag sei in drei Schritten erteilt worden. Bis 5000 Euro kann der Bürgermeister Aufträge auch ohne Ratsbeschluss vergeben. Die fehlende Zustimmung des Gremiums wurde am 20. März nachträglich erteilt.
Auch prüfte der Ausschuss, ob die Gemeinde insgesamt gut wirtschaftet. Als willkürlich herausgegriffene Beispiele nannte Haschka den Bau der Urnenmauer in Ummendorf, die 18186 Euro statt wie geschätzt 24000 Euro kostete. Hingegen sei das Gewerk Abbruch/Zimmerei bei der Sanierung der Schule mit 85500 Euro berechnet worden, veranschlagt waren 76900 Euro. Hierzu sagte Flüß: „Das haben wir nachträglich beschlossen, die Schätzung wurde auf Sicht erteilt, die Schäden waren da nicht erkennbar.“
Zur Entlastung der Jahresrechnung hatte der Pürgener Gemeinderat die Überschreitungssummen zu beschließen: insgesamt 323400 Euro (104216 Euro im Verwaltungshaushalt, 219200 Euro im Vermögenshaushalt). Eine Gegenüberstellung der tatsächlichen Kosten mit den Schätzkosten bei größeren Baumaßnahmen, wie von Haschka angeregt, habe es beispielsweise bei der Schulsanierung 2011 gegeben, sagte Klaus Flüß. Im Zuge des Beschlusses musste Zweiter Bürgermeister Rudolf Ingrisch ein Lob loswerden: „An die Verwaltung und auch an den Bürgermeister für die korrekte Abwicklung und die Bürgernähe.“ (res)