Am Mittwoch stechen der aus Pürgen stammende Harald Paul und seine Frau Silvia mit ihrem Expeditionsschiff „Gypsy Life“, das in der Nähe von Regensburg vor Anker liegt, wieder in See. Auf der Expedition nach Karelien wollen sie testen, wie sich das von Maschinen angetriebene Schiff größtenteils mit regenerativen Energien fortbewegen lässt.
Die Abenteurer, die schon Kanada, Lappland, Spitzbergen und die Britischen Inseln bereist haben, installierten zwei Solarpanele und einen Windgenerator auf dem Schiff. Ein Segel haben sie am Vorschiff angebracht. Auf eine Seemeile (1,852 Kilometer) verbrauche sein 20 Tonnen schweres Boot weniger als einen Liter Diesel. Mit dem bereits geringen Verbrauch gebe er sich dennoch nicht zufrieden.
Harald und Silvia Pauls Ziel sei es, anderen Menschen Naturgegebenheiten bewusster zu machen. Paul dreht Filme, macht Fotos und veröffentlicht Bücher über die Natur und seine Abenteuer, die ihn und seine Frau meist in nördliche Gefilde führen. „Nur wenn man ständig mit dem Element involviert ist, kann man darüber berichten“, sagt Paul. Für die Liebe zur Natur haben er und seine Frau ihr vorheriges Leben in Pürgen aufgegeben.
Paul schlägt eines seiner Bücher auf und zeigt Bilder von Müllhalden in Ostgrönland, direkt in der Nähe des Wassers. „Wenn da ein Wind weht, fliegt das alles ins Wasser“, sagt Silvia Paul. Die Pauls vermuten, dass der riesige Abfallberg von riesigen Passagierschiffen kommt. Mehr dazu in der Printausgabe des LT.