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Filmforum: Die Perlen der Filmkunst

Filmforum

Die Perlen der Filmkunst

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    Volker Schlöndorff bei einer Diskussion in Landsberg.
    Volker Schlöndorff bei einer Diskussion in Landsberg. Foto: Thorsten Jordan

    Landsberg Das Filmforum im Landsberger Stadttheater gibt es seit bald seit fünf Jahren. Es hat sich vom Geheimtipp mittlerweile zum festen Bestandteil in der Landsberger Kulturszene gewandelt. LT-Redakteurin Alexandra Lutzenberger wirft gemeinsam mit dem Leiter des filmforums, Kurt Tykwer, einen Blick zurück.

    Woher kam die Idee ein solches Kino zusätzlich zu etablieren?

    Kurt Tykwer: Meine Frau, Andrea Birner, und ich siedelten 2004 von München um in das alte Schulgebäude in Finning vor den Toren Landsbergs. Uns lockte die Landsberg-Ammersee-Region in ihrer landschaftlichen Schönheit und der ungewöhnlichen kulturellen Vielfalt.

    Die große Lust, diese kulturelle Vielfalt mitzugestalten, haben wir bereits 2005 in die Wirklichkeit umsetzen dürfen: zusammen mit unserem Freund Eric Gand (Bildender Künstler und Lyriker) gründeten wir den Kunstraum Schwifting, dem wir bis auf den heutigen Tag zahlreiche und viel beachtete Ausstellungen, Lesungen und Konzerte realisierten.

    Wie war der Anfang?

    Kurt Tykwer: Als passionierter Cineast bin ich natürlich als Neu-Landsberger von Anfang an – und so oft es ging – in das beispielhaft tolle Programm-Kino von Matthias Helwig nach Seefeld gefahren. Dort wurde auch der Gedanke geboren, in Landsberg eine Spielstätte für den „besonderen Film“ aufzubauen. Mit dieser Idee ging ich ins Rathaus und stieß auf sehr positive Resonanz: der Oberbürgermeister schlug vor, das Theaterprogramm im Stadttheater um einen Kinotag für den besonderen Film zu erweitern. Wir waren völlig begeistert, in diesem wunderschönen Theater die ’Perlen der Filmkunst’ zeigen zu können. Glücklicherweise stieg auch der damalige Leiter des Theaters mit ins Boot. Ja, und im Februar 2007 eröffneten wir mit Cinema Paradiso, eine der schönsten Liebeserklärungen an das Kino überhaupt, das Filmforum. Es war uns wichtig, bereits am Eröffnungsabend die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten aller Theaterräume zu erleben: Der Lichtkünstler Georg Trenz hatte in der Säulenhalle eine grandiose Lichtinstallation eingerichtet und die Fassade des Theaters ganzflächig mit dem effektvoll-stimmigen Lichttext LICHT-SPIEL-RAUM illuminiert.

    Wer arbeitet im Team mit?

    Kurt Tykwer: Das Programm und die Organisation habe ich bis heute immer mit meiner Frau zusammen gemacht. Die Film-Disposition besorgte Matthias Helwig, der unser Programm auch teilweise für das Breitwand-Kino im Schloss Seefeld übernahm. 2010 wurde dieser Bereich von dem Filmwissenschaftler und Dokumentarfilmer Robert Fischer übernommen, der auch von München nach Landsberg umgezogen war. Seit Juli 2011 steht uns der Münchener Medienwissenschaftler und Filmfest-Manager Benjamin Scholz zur Seite.

    Wie viele Vorstellungen gibt es durchschnittlich und wie viele Besucher hatten sie in den vergangenen Jahren?

    Kurt Tykwer: Von diesem Tag an gibt das Filmforum jeden Montag um 20 Uhr eine Vorstellung. Einmal im Monat steht auch ein Sonntag mit einer Matinee und einer Abendvorstellung zur Verfügung. Trotz dieser relativ wenigen Vorstellungen haben wir im Jahr 5000 Besucher. In diesen Tagen erwarten wir unseren 25000 Besucher.

    Welche Filme oder Filmreihen kann man dort sehen?

    Kurt Tykwer: Wir konzentrieren uns schwerpunktmäßig auf die folgenden Filmreihen: Die großen Klassiker, Literaturverfilmungen, Theaterverfilmungen, Kunst & Künstler, Musik und Ballett im Film, Der besondere Film (mit in- und ausländischen Produktionen, die trotz hoher Qualität kein breites Publikum fanden), und Hommagen an bedeutende Regisseure und Schauspielern.

    Mehr zum Interview und die Filme, die beim Jubiläum gezeigt werden, finden Sie in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts vom Wochenende. 

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