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Bilanz: Die Stelzer dürfen schon 2012 wieder ran

Bilanz

Die Stelzer dürfen schon 2012 wieder ran

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    Die Stelzer dürfen schon 2012 wieder ran
    Die Stelzer dürfen schon 2012 wieder ran

    Landsberg Gestern Nachmittag war Tobias Wohlfahrt schon wieder in Sachen Ruethenfest unterwegs. Er sah in den Lagern nach dem Rechten, wo die vielen Helfer mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Am Vormittag zog er im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt eine positive Bilanz nach zehn Tagen Kinderfest. Das Wichtigste für den Vorsitzenden des Ruethenfestvereins: Weder bei den Umzügen, noch beim Lagerleben oder bei der Aufführung der Stelzer gab es größere Verletzungen und die Mädchen und Buben hatten Spaß, die Geschichte ihrer Stadt nachzuspielen.

    Einen Vor- oder eher einen Nachgeschmack auf das Ruethenfest wird es im nächsten Jahr geben. Denn Wohlfahrt und OB Ingo Lehmann sind übereingekommen, das Ruethenfestspiel der Stelzer noch einmal im Rahmen der 850-Jahrfeier der Stadt stattfinden zu lassen. Wenn möglich, so Lehmann, sollen die Aufführungen an einem langen Wochenende über die Bühne gehen, damit ein Ausweichtermin terminiert werden kann. Ob „Licca Line – Eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“ am Hauptplatz gespielt wird, sei offen. Schließlich beginnen nächstes Jahr die Umbauarbeiten.

    Auch über das Jahr 2012 hinaus soll die Zusammenarbeit mit den Stelzern fortgesetzt werden. Die Verantwortlichen des Ensembles sind laut Wohlfahrt überzeugt, auch in vier Jahren wieder ein Ruethenfestspiel mit Kindern und Jugendlichen inszenieren zu können. Für ihn und Ingo Lehmann war die „Generalprobe“ des Festspiels ein kultureller Höhepunkt der Festtage. Überhaupt zeigte sich der Vorsitzende des Ruethenfestvereins mit der Auswahl des Programms zufrieden. So sollen 2015 die Moriskentänzer ebenso wiederkommen wie die Gruppe Teallach Mara. Mit ihrer Show hatten die Feuerkünstler in den späten Abendstunden viele Besucher auf den Hauptplatz gelockt. Ein fester Bestandteil sei der Ruethenfestmarkt mit Gauklern und Musikern. Das Konzept, die Herstellung verschiedener Produkte zu zeigen und Kinder daran zu beteiligen, sei sehr gut angekommen.

    Zahlreiche Sponsoren

    Was den Verkauf der Festzeichen angeht, könne der Verein angesichts des Wetters zufrieden sein. Rund 6000 Hauptfestzeichen seien im Vorfeld verkauft worden, am Samstag 3200 und am Sonntag etwa 6000 Tagesfestzeichen. „Ich denke, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so das rein wirtschaftliche Resümee von Tobias Wohlfahrt. Ohnehin sei eine solche Veranstaltung von der Unterstützung vieler Sponsoren abhängig. Selbst bei idealem Wetter könne das Fest nicht allein über den Eintritt finanziert werden. Unverzichtbar ist nach Meinung von Tobias Wohlfahrt die ehrenamtliche Arbeit der vielen Helfer. Vonseiten des Vereins waren über 200 im Einsatz, hinzu kommen die vielen Organisationen und Behörden, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Nachwuchssorgen innerhalb des Vereins gebe es nur bei den Näherinnen. Dort gelte es, Personen zu finden, die diese handwerklich anspruchsvolle und zeitintensive Arbeit übernehmen. Ansonsten seien viele Landsberger bereit, beim Ruethenfest mitzuhelfen.

    Werbung in eigener Sache wird der Ruethenfestverein auch bei Kindern und Eltern machen müssen. Zwei Jahre vor dem nächsten Fest soll dies erfolgen. Denn bereits heuer sei es, auch aufgrund sinkender Schülerzahlen, schwierig gewesen, alle Rollen zu besetzen. Schwierigkeiten habe es in erster Linie bei den Tänzen gegeben, Trommler und Pfeifer der Landsknechte seien leicht zu finden gewesen. Gerade Neubürgern müsse das Kinderfest und seine Bedeutung in der Stadt nahe gebracht werden – eventuell mit einer Wiederholung der seiner Meinung nach gelungenen Ausstellung im Stadtmuseum.

    Neue Ideen sind nach Meinung des Vorsitzenden nach dem Umbau des Hauptplatzes gefragt. So kann sich Tobias Wohlfahrt vorstellen, die Tribüne zu erweitern, bis zu 200 Plätze mehr seien wünschenswert. Von der Neugestaltung des Platzes könnte auch der Umzug profitieren. Das lange Warten, bis der letzte Wagen in die Ludwigstraße einfährt, könnte dann ein Ende haben, weil der Gegenzug über die Ostseite des Platzes laufen könnte.

    Einen Tag nach dem Ende des Festes blickt Wohlfahrt optimistisch in Richtung 2015. Wenn es die Mitglieder wünschen, dann werde er Vorsitzender bleiben. Die Neuwahl findet 2012 statt. Nur eine Sache trübt seinen Ausblick. Er und Festzugleiter Bernhard Tobisch müssen wohl ein neues Quartier für die Zugpferde suchen. Die Hallen des Bauhofs sollen abgerissen werden und durch Garagen ersetzt werden.

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