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Ludenhausen: Die Sudbury Schule hofft auf eine Wiedereröffnung

Ludenhausen

Die Sudbury Schule hofft auf eine Wiedereröffnung

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    Vergangenes Jahr wurde die Sudbury Schule Ammersee in Ludenhausen vom Kultusministerium geschlossen. Eltern, Schüler und Mitarbeiter kämpfen für den Erhalt
    Vergangenes Jahr wurde die Sudbury Schule Ammersee in Ludenhausen vom Kultusministerium geschlossen. Eltern, Schüler und Mitarbeiter kämpfen für den Erhalt Foto: Julian Leitenstorfer (Archiv)

    Wie geht es mit der „Sudbury Schule Ammersee“ in Ludenhausen weiter? Die Regierung von Oberbayern hat Ende des Schuljahres 2015/16 den Antrag auf Weitergenehmigung der Sudbury Schule Ammersee abgelehnt. Die freie-demokratische Schule in Ludenhausen ist derzeit geschlossen.  Wir haben nachgefragt bei Simone Kosog vom Sudbury Verein München.

    Welche Entwicklungen gab es seit der Schließung?

    Kosog: Bisher ist der Eilantrag von den Verwaltungsgerichten abgewiesen worden, es steht aber noch das Hauptsacheverfahren aus. Darin soll rechtlich geklärt werden, ob die Schule weiter genehmigt werden muss. Der Träger der Schule, der Verein Sudbury München, hofft aber darauf, dass sich im Rahmen von Gesprächen mit den Verantwortlichen im Kultusministerium noch eine andere Lösung abzeichnet. Wir sehen die Schule als absolute Bereicherung für Bayern an. Manche unserer Schüler konnten hier zum ersten Mal entspannt lernen.

    Wie viele Schüler sind von der Schließung der Schule betroffen und wo werden sie jetzt unterrichtet?

    Kosog: Es handelt sich um 45 Kinder und Jugendliche. Einige Schüler sind an anderen Einrichtungen, beispielsweise Montessorischulen. Für viele Eltern und vor allem für viele Schüler war die Schließung eine Katastrophe. Eine Familie hat sich sogar einen zweiten Wohnsitz in Berlin zugelegt.

    Kommen diese Schüler zurück, wenn die Sudbury Schule wieder betrieben werden kann?

    Kosog: Sehr viele werden sicherlich wiederkommen und es gibt grundsätzlich ein großes Interesse. Es sind Familien wegen der Schulgründung 2014 sogar aus Flensburg, dem Ruhrgebiet oder aus Österreich hierhergekommen.

    Das klingt nach vielen Zugezogenen?

    Kosog: Ja, aber es kommen auch einige Schüler aus der Region und der Kontakt zum Ort ist generell sehr gut. Wir sind total glücklich, hier gelandet zu sein, und bekommen auch Hilfe von den Nachbarn. Unsere Benefizveranstaltung am Samstag, 13. Mai, eröffnen beispielsweise die Böllerschützen.

    Der Verein betreibt derzeit keine Schule, hält aber weiterhin das Schulhaus vor. Wie kann dies finanziert werden?

    Kosog: Wir sind auf Spenden angewiesen und bekommen auch hier unglaublich viel Unterstützung. Und wir fokussieren uns darauf, dass es mit der Sudbury Schule Ammersee im September 2017 weitergeht.

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