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Zusammenwirken: Dran bleiben

Zusammenwirken

Dran bleiben

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    Christian Büttner fasst in seiner Rolle als Anführer der Revolution niemanden mit Samthandschuhen an, auch nicht die Zuschauer.
    Christian Büttner fasst in seiner Rolle als Anführer der Revolution niemanden mit Samthandschuhen an, auch nicht die Zuschauer.

    Landsberg Der Bahnhof, die Schule, das Café Mondial oder das Café Lauterbach – alles wird bei „Komm, wir machen eine Revolution“ zur Theaterbühne. Das sei auch für einen der Hauptdarsteller, Moritz von Treuenfels, etwas ganz Besonderes: „Es ist eine große Herausforderung in öffentlichen Räumen zu spielen. Das habe ich noch nie gemacht“, sagt der 23-jährige Schauspielschüler der Otto-Falckenberg-Schule in München auf Nachfrage des LT.

    Die Herausforderung bestehe darin, dass das Publikum am Stück dran bleibe und sich nicht ein Eis in einem der Cafés kaufe. Bei einem solchen Auftritt wisse niemand, wie Unbeteiligte reagieren. Beispielsweise in der Mittwochsvorstellung machten sich Jugendliche, die mit dem Fahrrad auf dem Bahnhof unterwegs waren, lustig über die „Kriegsheimkehrer“.

    „Ich habe es versucht, zu überspielen“, sagt der Darsteller. „Das war ziemlich unsensibel von den Jungs“, fügt er hinzu. Schließlich sei die Kriegsheimkehr-Problematik noch heute ein schwieriges Thema. Auch der andere Hauptdarsteller, Rasmus Wirth, ebenfalls in der Rolle des Kriegsheimkehrers, sprach mit dem LT über Pannen, die bei einem „Open-Air-Spiel“ leicht entstehen. Interessant sei für ihn das Zusammenspiel mit den Schülern des Ignaz-Kögler-Gymnasiums (IKG) gewesen. „Im Februar haben wir angefangen zu proben“, sagt er. Anfangs habe das „professionelle Arbeiten“, das der Schüler der Bayerischen Theaterakademie August Everding gewohnt sei, noch nicht ganz geklappt. Er erzählt von „Disziplinproblemen“ der Schüler, wie zum Beispiel das Vergessen des Textes oder Unpünktlichkeit. „Aber sie haben uns als Beispiel adaptiert“, sagt er und lobt die „große Professionalität“, die sich die Schüler angeeignet hätten.

    „Sie haben uns Tipps gegeben, was wir besser machen können oder wie auf Kommando weint“, sagt der 19-jährige Welf Wacker, Schüler des IKG, der unter anderem den Pastor spielte. Die mitwirkenden Gymnasiasten der Oberstufe seien alle im Theaterkurs der Schule.

    Das Thema Krieg kennen die Schüler nur aus dem Geschichtsunterricht. „Man kann sich das gar nicht richtig vorstellen“, sagt Jenny Ettner vom IKG, welche in die Rolle der Fotografin schlüpfte. Durch das Stück fühle es sich so an, als sei sie wirklich dabei gewesen. (roths)

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