Neue Struktur für Landsberger DGB

Neu aufgestellt wird der „Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)“ in Landsberg. Noch in diesem Jahr wird aus dem bisherigen Ortsverein ein Kreisverband, in dessen Vorstand die acht Mitgliedsgewerkschaften gleichberechtigt vertreten sind. Damit trägt man einer Strukturreform Rechnung, die der Deutsche Gewerkschaftstag im Jahr 2010 beschlossen hatte.
Demnach gibt es beim DGB nur noch drei politische Ebenen. Neben dem Bundesvorstand sind es deutschlandweit neun Bezirke, unter ihnen der Landesbezirk Bayern. Darauffolgen unmittelbar die Kreisverbände. In deren Vorstände entsenden die acht Mitgliedsgewerkschaften jeweils eine Vertreterin oder Vertreter. Diese wiederum wählen aus ihrer Mitte einen ehrenamtlich tätigen Kreisvorsitzenden.
Dieser neue DGB-Kreisvorstand greift unter anderem arbeitnehmerpolitische Themen mit lokalem Bezug auf und vertritt die Positionen der DGB-Gewerkschaften gegenüber der Kommunalpolitik. Bundesweit wird diese Strukturreform bis zum Jahr 2015 abgeschlossen sein. In Oberbayern wurden bereits die Kreisverbände München, Freising-Erding und Ebersberg gegründet. Im Landkreis Landsberg gehörten Ende des vergangenen Jahres 4260 Frauen und Männer einer DGB-Gewerkschaft an.
Unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ lädt auch der Landsberger DGB zu einer Maikundgebung ein. Die Gewerkschaften wenden sich am 1. Mai gegen den Fiskalpakt und die Schuldenbremse und fordern stattdessen kraftvolle Investitionen in qualitatives Wachstum und Beschäftigung. Für Deutschland stehen der Kampf gegen das Lohndumping beispielsweise durch Leiharbeit und für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro im Blickpunkt.
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