Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten

Chortag: Ein Spiegel der Seele

Chortag

Ein Spiegel der Seele

  • |
  • |
  • |
    Ein breites Spektrum an Volksmusik.
    Ein breites Spektrum an Volksmusik. Foto: Walter Herzog

    Landsberg Vom ganz seriösen geistlichen Passions- und Osterlied, über weltliche Volksweisen bis hin zum geselligen Wirtshauslied, das alles findet Platz unter dem Begriff Volkslied. Weltliche und geistliche Volkslieder im Chorsatz war denn auch Inhalt eines Weiterbildungsseminars des Chorverbandes Landsberg am Lech (CVLL).

    Die beiden Referenten der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Dagmar Held und Hansjörg Gehring, übten mit den achtzig Sängerinnen und Sängern, darunter auch zahlreiche Chorleiter aus dem CVLL, drei- und vierstimmige Chorsätze unterschiedlicher Stilrichtungen, die sich alle am Volksgesang orientieren. „Wir wollen die Lust am Singen wecken und dabei den Charakter der Volkslieder bewahren“, gaben die beiden Referenten als Motto aus.

    Der Vormittag stand ganz im Zeichen geistlichen Liedgutes, das zu Gottesdiensten und Andachten zu singen ist. So wurde im Ölberglied „Bei stiller Nacht zur ersten Wacht“ der Leidensweg Christi ebenso besungen, wie Gott für seine Gütigkeit mit einem Kyrieeleison gehuldigt wurde.

    Mit einem gesungenen „Vater unser“ nach einem Satz von Erich Sepp ließen die Sänger den geistlichen Teil ausklingen. In den Nachmittag startete der Gemeinschaftschor mit schwungvollen Weisen über den Frühling, die Liebe und die Lust am Wandern und Reisen. Richtig zünftig wurde es, als Dagmar Held zur Gitarre griff und Hansjörg Gehring seine Ziehharmonika erklingen ließ. Mit einem spaßigen Couplet über „Die lustige Familie“ fühlte man sich in die Zeit bayerischer Volkssänger wie dem Weis Ferdl versetzt. Als die Teilnehmer dann den Durst besangen (‘s ganz Jahr ham‘mer Durscht) und fragten „Wia spät isch auf da Wirtshausuhr“ war die Zeit gekommen, auseinanderzugehen.

    „Es klingt, wie man sich fühlt, denn die Stimme ist der Spiegel der Seele.“ Dieses gemeinsame Fazit zogen die beiden Referenten und Gastgeberin Maria Thomamüller, die Vorsitzende des CVLL, am Ende eines Chortages, der ganz im Zeichen überlieferten Volksgesangs stand. (hewa)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden