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VR-Bank: „Ein Stabilitätsanker in der Krise“

VR-Bank

„Ein Stabilitätsanker in der Krise“

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    Dr. Joachim Nagel.
    Dr. Joachim Nagel. Foto: Ludwig Herold

    Landsberg „Die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg hat ihre Hausaufgaben gemacht.“ Dr. Thomas Schulz, der mit diesem Satz die aktuelle Lage der Genossenschaftsbank auf den Punkt brachte, fügte bei der Begrüßung der Vertreterversammlung im Stadttheater hinzu: „Sie können optimistisch in die Zukunft schauen. Das werden die Zahlen der Bilanz für 2011 belegen.“

    Bevor dazu die drei Vorstandsmitglieder ihre jeweiligen Berichte mit Fakten und Zahlen präsentierten, betrat Dr. Joachim Nagel, Vorstand der Deutschen Bundesbank, die Bühne, um als Gastredner die „Finanzmarktkrise und ihre Facetten“ in den Blick zu nehmen. Als Vorstandvorsitzender der Genossenschaftsbank signalisierte danach auch Peter Geuß: „Die VR-Bank ist ein Stabilitätsanker in der Krise.“ Die von ihm vorgestellte Bilanz weise für 2011 eine Bilanzsumme von 1,52 Milliarden Euro aus – und damit drei Prozent mehr als 2010. Das betreute Kundenkreditvolumen betrage 1,13 Milliarden Euro und liege damit sogar um 12,3 Prozent über dem Vorjahr.

    Gleich geblieben sei das Kundenanlagevolumen von jeweils 1,90 Milliarden Euro. Das „haftende Eigenkapital“ der VR-Bank liege bei 165 Millionen Euro und mithin 3,1 Prozent über 2010. Erfreulich hoch sei auch das Geschäftsguthaben mit 10,6 Millionen Euro (2010: 10,3 Millionen).

    Und wie im Jahr 2010 erhalten die VR-Bank-Mitglieder auch für 2011 eine Dividende in Höhe von 5,55 Prozent. Bleibt der Blick auf den Jahresüberschuss: Der weise 3,4 Millionen Euro aus: Gegenüber 2010 mit 3,3 Millionen Euro ein Plus von zwei Prozent.

    Entwicklung der Bank

    Bevor das zweite Vorstandsmitglied Thomas Vogl – zuständig für den Vertrieb – sein Zahlenmaterial offenlegte, stand der Bericht des Vorstandskollegen Manfred Stagl auf der Tagesordnung. Der jedoch überraschte die Versammlung nicht mit Geldgeschäften, sondern brachte vor allem den Bankkunden rund um Starnberg, Tutzing, Herrsching und Gilching die Historie der Stadt und des Landkreises Landsberg nahe. Nach so viel „Geschichtsunterricht“ zeigten sich die Gäste wieder aufnahmebereit für die positive Entwicklung der Bank wie auch der eigenen Finanzen.

    Und dass es erstaunlich viele Kunden sind, nämlich rund 65 000 sowie 16500 Genossenschaftsmitglieder, betonte Vorstandsmitglied Vogl stolz. Sie alle werden in 24 Niederlassungen, fünf Finanz-Centern sowie zwei Firmenkunden-Centern, so Vogl, „umfassend beraten und betreut“. Eine 2011 durchgeführte Befragung der Kunden sei mit der Schulnote 1,88 bewertet worden. Durchaus Positives konnte auch Siegfried Drexl, Leiter im Prüfungsbereich des bayerischen Genossenschaftsverbandes den Anwesenden melden: „Vertrauen ist die härteste Währung, die eine Bank haben kann.“ Bezogen auf die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg habe die „risikoorientierte Prüfung“ in jedem Bereich den „grünen Haken“ verdient.

    Aufsichtsrat Rainer Simon aus Landsberg wurde nach 14 Jahren öffentlich verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wählte die Vertreterversammlung den Kauferinger Malermeister Wilhelm Knoll. (her)

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