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Truppführerausbildung: Ein beherzter Einsatz

Truppführerausbildung

Ein beherzter Einsatz

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    Schweres Gerät kam bei der Ausbildung zum Truppführer in Weil zum Einsatz. 18 junge Feuerwehrleute haben erfolgreich abgeschlossen.
    Schweres Gerät kam bei der Ausbildung zum Truppführer in Weil zum Einsatz. 18 junge Feuerwehrleute haben erfolgreich abgeschlossen. Foto: Walter Herzog

    Weil An der Stützpunktfeuerwehr in Weil haben 18 junge Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, die Ausbildung zum Truppführer erfolgreich abgeschlossen. In 36 theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten hat das Ausbildungsteam um die Kreisbrandmeister (KBM) Bernhard Sießmeir und Herbert Premauer im Truppführer-Lehrgang die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussprüfung gelegt.

    Zehn Abende haben die Feuerwehrfrauen und -männer investiert, um sich das Basiswissen anzueignen. Dabei wurden Grundtätigkeiten ebenso geschult wie die Führungsfähigkeiten eines Truppführers und das taktische Verhalten in Gefahrenszenarien. Ein Blick in den Ausbildungsplan zeigt, wie umfangreich Wissen und Kenntnisse sein müssen, um am Tag X den Aufgaben eines Truppführers eigenverantwortlich gewachsen zu sein. Von Rechtsgrundlagen und den Organisationsstrukturen der Hilfsdienste reicht das Spektrum über Sprechfunk, Geräte-, Fahrzeug- und Gefahrstoffkunde bis hin zu Absicherungs-, Erstversorgungs- und Schutzmaßnahmen sowie der Stressbewältigung. Im Rahmen von Stationsausbildungen wird der Einsatz der Rettungsgeräte bei der Technischen Hilfeleistung ebenso geübt, wie die verschiedenen Arten der Brandbekämpfung. „Schon die guten Ergebnisse beim schriftlichen Leistungsnachweis haben gezeigt, dass hier eine motivierte Generation junger Truppführer nachwächst“, so Sießmeir.

    Erst die Theorie, dann die Praxis

    Am Samstag musste der Feuerwehrnachwuchs beweisen, dass das Gelernte in die Praxis umgesetzt werden kann. Zu einem Großunfall am Ortsrand von Weil, in dem drei Pkw, eine landwirtschaftliche Zugmaschine und ein Radfahrer verwickelt waren, wurden die Feuerwehren aus Kaltenberg, Egling, Penzing und Winkl alarmiert. Eingeklemmte Personen mussten befreit und versorgt werden. Rettungswerkzeuge wie Schere und Spreizer kamen zum Einsatz und an anderer Stelle galt es, auslaufende Flüssigkeiten zu binden und einen Fahrzeugbrand zu bekämpfen. Die angehenden Truppführer waren gefordert, einen kühlen Kopf zu bewahren, Anweisungen entgegenzunehmen und Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen durchzuführen.

    In einem zweiten Szenario galt es, einen Brand im Schulgebäude zu bekämpfen, vermisste Schüler zu finden sowie eine Person über eine Schiebeleiter zu retten. Nach der erfolgreichen Bewältigung der Prüfungsaufgaben wurden die Rettungsmaßnahmen bei einer Lagebesprechung durch Sießmeir und Premauer sowie den Kommandanten der Weiler Feuerwehr Martin Bolz besprochen. Neben einer Aussprache gab es viel Lob für den beherzten und fachlich einwandfreien Einsatz. „Wir sind sicher, dass ihr im Ernstfall solche Situationen qualifiziert meistern werdet“, so die Prüfer. Dafür gab es für alle die Truppführer-Zeugnisse. (hewa)

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