Alma Gebhard feiert am Sonntag, 1. April, 90. Geburtstag. Seit Oktober lebt sie im Kreisseniorenheim Vilgertshofen. Sie hat Schwierigkeiten mit den Beinen und sitzt viel im Rollstuhl. Was ihrem Allgemeininteresse, der Freude an der Musik und ihrem Humor aber keinerlei Einschränkungen bereitet.
Bei strahlendem Frühlingswetter sitzt die Jubilarin am Teich des Seniorenheims und erzählt lebhaft aus ihrem Leben. Sie kam als Alma Beinhofer 1922 in Windach zur Welt. Mit zwei Geschwistern wuchs sie mit Eltern und Großmutter auf einem Hof mit großem Garten auf. Sie hatte Freude an den vielen Tieren, verarbeitete mit ihrer Mutter die Früchte des Gartens. In der Landwirtschaft war sie ihrem Vater eine gute Hilfe. „Ich habe immer viel Wert auf Ehrlichkeit gelegt und guten Kontakt zu den Nachbarn gepflegt.“ Schon früh begann sie Mundharmonika und Klavier zu spielen. Alma war eine gute Schülerin, übersprang zwei Klassen. Bereits als Zehnjährige kam sie zu einem Großonkel ins schwäbische Gundelfingen. Der Großonkel baute dort ein Elektrizitätswerk auf und sie erlernte die Büroarbeit.
Am 7. September 1941 heiratete sie Adolf Gebhard. „Ich war noch fast ein Kind, gerade mal 19“, erzählt sie. Ihren Mann hatte sie bei einem Ausflug in Schloss Leipheim kennengelernt. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. 1946 wurde Hans und 1953 Adolf geboren. Gemeinsam mit ihrem geliebten Mann baute Alma Gebhard in Windach auf dem geerbten Grundstück ihrer Mutter ein Haus mit Garten. Als 1997 ihr Mann starb, traf sie dies schwer. Doch die Söhne, Schwiegertöchter und Enkelkinder geben ihr Halt. Wenn sie gesundheitliche Probleme hat, sei ihr Sohn Adolf, der als Arzt in Windach praktiziert, immer für sie da. Alma Gebhard ist vierfache Oma – „und bald werde ich zum fünften Mal Uroma“, freut sich die rüstige Seniorin.
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