Apfeldorf Der Brief eines Bürgers an die Gemeinde hat die bereits beschlossene Rigolen-Entwässerung im Apfeldorfer Neubaugebiet „Am Esele“ auf der Wiese am Ortsausgang in Richtung Rott erneut zum Thema im Gemeinderat gemacht. Der Bürger befürchtet eine Überschwemmung auf der Birkländerstraße. Schließlich blieben die Räte bei der von Diplomingenieur Max Lang vorgeschlagenen Variante – mit einer geringfügigen Änderung: „Die Rigolen werden nicht schräg, sondern als Standrohre verlegt“, erläuterte Bürgermeister Georg Epple.
In der Sitzung zuvor war bereits der Entwurf von Diplomingenieur Max Lang aus Lengenfeld, der eine Rigolen-Entwässerung vorsieht, abgesegnet worden (LT berichtete). Das Rigolen-System besteht laut Lang aus einem Kieskoffer und einer innen liegenden Rohrleitung. Darüber meldete der Apfeldorfer Josef Zwick in einem Brief Bedenken an. Bürgermeister Georg Epple las das Schriftstück vor. Darin befürchtet der Apfeldorfer, dass es auf der Birkländerstraße durch die Rigolen zu Überschwemmungen kommen könnte. Seiner Meinung nach sei die Lösung zwar für normale Regenfälle ausreichend, doch er fragte sich, ob die Wassermassen langfristig in den Rigolen versickern können.
Nachdenken über zweites Rohr
Lang wies darauf hin, dass für jedes Grundstück eine fünf Kubikmeter große Zisterne vorgesehen sei. Rat Hubert Paul forderte Gewissheit: „Wir müssen uns darauf verlassen können, dass das 100 Prozent in einem langen Zeitraum funktioniert.“ An sich empfinde er das System als gut, da ein Teil des Wassers im Baugebiet in den Rigolen versickere und nicht in das Dorf hinunterfließe. Dennoch schlug er vor, ein zweites Rohr zu verlegen. Dazu sagte der Bürgermeister: „Dort könnte das Überwasser abgeleitet werden.“
Lang wies darauf hin, dass es schwierig sei, ein zweites Rohr zu verlegen, da es einen größeren Aushub geben müsse. Das von Lang vorgeschlagene System sei auf einen zweijährigen Regen ausgelegt – das heißt, wenn es zwei Jahre lang ununterbrochen regnen würde – und nicht auf einen zehnjährigen. Rat Hubert Paul wollte davon nichts wissen: „Für mich muss es eine Garantie geben, dass das System in 15 Jahren noch funktioniert.“ Lang entgegnete: „Eine Rigole ist empfindlicher als ein normales Rohr, aber man darf nicht schwarz sehen. Alles andere kostet mehr Geld.“ „Das Hochwasser werden wir nie in den Griff bekommen“, sagte Epple. Daraufhin beschlossen die Räte einstimmig die von Lang vorgesehene Rigolen-Entwässerung. Eine Schongauer Firma erhielt den Auftrag, wie einstimmig beschlossen wurde. Das Angebot der Firma ist laut Epple mit rund 253000 Euro das preiswerteste. Die Bauarbeiten beginnen nächste Woche. (rothst)