Der ländliche Raum hat sich stark gewandelt. Das belegten beim 39. Politischen Aschermittwoch in Reichling Landtagsabgeordneter (MdL) Dr. Thomas Goppel und Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler mit Zahlen: Deutlich weniger Landwirte produzieren inzwischen deutlich mehr Lebensmittel für mehr Einwohner. Grund genug für die CSU, Landesbäuerin Annemarie Biechl als Rednerin zu der Veranstaltung einzuladen, die laut Ortsvorsitzendem Hans-Jürgen Korn „Tradition im Landkreis“ besitzt. Und Tradition, das betonte CSU-Kreisvorsitzender Alex Dorow, sei ja etwas Lebendiges.
Die Mehrheit der Gesellschaft, bedauerte Annemarie Biechl, habe keine Ahnung mehr von der Landwirtschaft. Auf der einen Seite gaukelten Werbung und Fernsehen eine nicht vorhandene „Agrarromantik“ vor. Auf der anderen Seite stehe eine mangelnde Wertschätzung für die Lebensmittelerzeugung. Biechl forderte die Landwirte dazu auf, diesen falschen Bildern auch durch das Öffnen der Höfe gegen zu steuern. Dann könnten die Verbraucher sich davon überzeugen, dass die Landwirte für den Tierschutz stünden. Biechl warnte allerdings vor immer höheren Auflagen.
Landrat Walter Eichner freute sich wie Kreisobmann Leonhard Welzmiller über Biechls Vorstoß, die Dorfhelferinnen in die Jugendämter mit einzubinden. Denn Familien bräuchten oft nicht nur Sozialpädagogen, sondern auch Rat und Tat für den Alltag.
Mehr dazu in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.