Asch Der unglückliche Kapitän Francesco Schettino von der „Costa Concordia“ hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. Zusammen mit seinen Mannschaftsmitgliedern sorgte er heuer beim Faschingskränzchen des Frauenbundes Asch-Seestall im Haus der Begegnung für die Bewirtung. Doch auch die über 100 Frauen ließen den Alltag hinter sich und feierten als Pippi Langstrumpf, Bienchen oder Teufel kostümiert ausgelassen ihren Faschingshöhepunkt.
Davon ließen sich sogar die zwei „Schäfchen“ mitreißen, deren „Hirte“ Christine Rauh ziemlich Mühe hatte, sie unter Kontrolle zu halten. Als Zauberin moderierte Frauenbundvorsitzende Christine Kirschner den Nachmittag und hatte allerhand zu tun, denn eine Einlage jagte die andere. Den Anfang machte Peter Rambach als Toilettenfrau vom Landsberger Hauptbahnhof, dessen gereimte Bekenntnisse für Erstaunen sorgten. Elfriede Frieß tauchte als heiratswillige Philomena im Ehevermittlungsbüro auf, in dem Tochter Elisabeth Frieß die Rolle der Beraterin mimte. Doch da die Ansprüche der Kundin hoch angesetzt waren – gesucht wurde ein Mann, der „so gut kocht wie der Ascher Pfarrer und aussieht wie Hansi Hinterseer – kam kein Abschluss zustande.
Eine professionelle Showeinlage boten dann die elf Mitglieder der Gruppe „Dance on Stage“ aus Emmenhausen, die Auszüge aus ihrem neuen Programm tanzten. 15 Damen und zwei Herren traten anschließend zur Maskenprämierung an. Abstimmen durften die Besucherinnen im Saal und sie setzten die beiden männlichen Teilnehmer auf die ersten Plätze. Es gewann Dekan Oliver Grimm, der zusammen mit Gemeindereferentin Elisabeth Holzer als Malerduo erschienen war, vor Thomas Berger, der bei der Showeinlage einen amerikanischen „Cop“ getanzt hatte. „Gärtnerin“ Elisabeth Frieß landete auf Platz drei.
Herzzerreißend komisch sang Hildegard Schwarzfischer in ihrer Rolle als Schönheitskönigin Salvermoser Zenz, die von einer Abordnung der Ascher Musikkapelle in den Saal begleitet worden war. In aufwendigen Kostümen sang und tanzte schließlich zum Abschluss eine Formation Szenen aus den Musicals von Walt Disney, „Die Schöne und das Biest“, „Tarzan“ und „Aladin“. Zwischen den Darbietungen nutzten die fröhlichen Damen ausgiebig die Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. (hoe)