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Konzert: Keltisches in Unterdießen

Konzert

Keltisches in Unterdießen

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    Als Solistinnen brillierten (von links) Evelyn Stadler und Christina Miller.
    Als Solistinnen brillierten (von links) Evelyn Stadler und Christina Miller. Foto: Foto: Daniela Hollrotter

    Unterdießen Ihr Mut hat sich mehr als gelohnt. Beim diesjährigen Kirchenkonzert des Musikvereins Unter-/Oberdießen hatte Dirigentin Monika Fleschhut neben klassischen Werken und weihnachtlichen Weisen mit „Celtic Flutes“ ein modernes sinfonisches Blasmusikwerk ins Programm aufgenommen. Und das kam bei den Zuhörern in der fast voll besetzten Kirche dank der beiden Solistinnen bestens an.

    Christina Miller und Evelyn Stadler brillierten in Kurt Gäbles Komposition mit Fingerfertigkeit, perfektem Zusammenspiel und toller Intonation. Das Orchester setzte sich mit homogenem Klang, rhythmischer Sicherheit und viel Spielfreude unter die weichen Flötentöne und machten das mitreißende Stück mit zum Erlebnis.

    Die beiden Querflötistinnen glänzten anschließend auch noch im Weihnachtslied „Hark! The Herald Angels sing“ – zusammen mit drei Saxophonistinnen, darunter Jasmin Ortloff. Die junge Musikerin war zuvor schon bei der „Aria“ aufgefallen, als sie ihrem Altsax voll Musikalität wunderschöne Töne entlockte. Bei dem Werk von Bach war lediglich die tiefe Begleitung etwas zu dominant. Ansonsten glänzten die Musiker fast durchwegs mit einem trotz der Kälte sehr homogenen und ausgewogenen Klang. Monika Fleschhut verstand es dabei ausgezeichnet, die Kirche zum Strahlen zu bringen, ohne dass es je zu laut wurde. So zum Beispiel in der Ouvertüre zu Händels „Feuerwerksmusik“, aber auch in den sehr schön umgesetzten Passagen aus „Aida“.

    Vom Flötensolo bis zum Schlusston

    Lediglich bei der „Yorkshire Ballad“ von James Barnes war die Intonation in den teils sehr exponierten Stellen nicht ganz perfekt. Dafür stimmte in Vivaldis „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ wieder alles – vom Flötensolo bis zum Schlusston. Perfekt aufgebaut hatte die Dirigentin zudem das bekannte „Give us peace“ vom sehr schönen Dialog zwischen Flügelhorn und Trompete bis zum Tutti.

    Gut ausbalanciert erklangen das luftig-fröhliche „Sleigh Ride“ mit einem taktsicheren, aber dezenten Schlagwerk, das auch bei „Joy to the World“ punktete. Die Zuschauer, darunter Landrat Walter Eichner, waren so begeistert, dass sie neben „O Heilige Nacht“ und „Panis Angelicus“ auch noch „O du Fröhliche“ einforderten. Die gut gefüllten Spendenkörbe gingen aber nicht nur auf das Konto der wunderschönen Musik, sondern auch auf die aufwühlenden Worte der früheren Gemeindereferentin Elfriede Notz, die ihren Arbeitsplatz vorstellte: das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Dieses begleitet Familien, in denen ein Kind sterbenskrank erkrankt ist, und bietet ihnen Entlastung, Geborgenheit, Gemeinschaft, aber auch Platz für Trauer und Schmerz. Um seine Arbeit leisten zu können, ist das interdisziplinäre Team auf Spenden angewiesen. Vorsitzender Georg Herzog rundete den Konzerterlös deshalb gerne auf 1 000 Euro auf.

    Er wünschte den Besuchern eine möglichst ruhige Zeit, damit sie „erholt an Weihnachten ankommen“. Denn dann, erklärte Dekan Oliver Grimm, „berühren sich Himmel und Erde“. Er lud die Besucher dazu ein, in der Adventszeit überlieferte Denkvorstellungen aufzubrechen. Denn dadurch, zeigte er anhand der jungen Eltern, die statt des Kleinkinds den Christbaum ins Laufgitter setzten, entstehe viel Freiheit.

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