Dießen Der Dießener Gemeinderat hat Bürgermeister Herbert Kirsch befördert. Der Rathauschef wird künftig nicht mehr nach A 16, sondern nach B 2 bezahlt. Damit erhöht sich die Grundvergütung nach den seit Jahresbeginn geltenden Sätzen um 254,04 Euro im Monat bzw. um gut vier Prozentauf 6179,64 Euro.
Laut der Verordnung zur Besoldung der kommunalen Wahlbeamten können berufsmäßige Bürgermeister in Gemeinden, die zwischen 10001 und 15000 Einwohner haben, in A 16 oder B 2 eingruppiert werden. Dass Kirsch nunmehr höhergruppiert werden soll, wird mit den besonderen Aufgaben, die mit dem Bürgermeisteramt in Dießen verbunden sind, begründet. Dabei wird zunächst auf die Größe der Gemeinde mit über 82 Quadratkilometern verwiesen, auf ihre Lage am Ammerseeufer, aus der eine Reihe spezieller Probleme erwachse, beispielsweise Gewässer-, Natur- und Landschaftsschutz sowie dem Erholungsdruck. Außerdem sei die Gemeinde sehr unterschiedlich geprägt: mit dem Unterzentrum Dießen, dem ruhigen Wohnort Riederau und den landwirtschaftlich geprägten Orten Dettenhofen, Dettenschwang und Obermühlhausen. Diese unterschiedliche Struktur stelle beispielsweise auch hohe Ansprüche bei der Beurteilung von Bauanträgen und der Bauleitplanung. Daneben sei der Bürgermeister auch Vorgesetzter von derzeit 72 Mitarbeitern der Gemeinde.
Der vom Zweiten Bürgermeister Peter Fastl (Freie Wähler) vorgelesene Sachvortrag wurde ohne Aussprache zur Kenntnis genommen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Höhergruppierung, die im Monat nach der Rechtskraft des Haushalts 2012 wirksam werden soll. (ger)