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Tourismus: Krise überwunden

Tourismus

Krise überwunden

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    Trotz des verregneten Sommers hat es im Jahr 2010 wieder mehr Touristen ins Fünf-Seen-Land – und damit auch an den Ammersee – gelockt.
    Trotz des verregneten Sommers hat es im Jahr 2010 wieder mehr Touristen ins Fünf-Seen-Land – und damit auch an den Ammersee – gelockt. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Dießen/Starnberg Trotz des teilweise unbeständigen und verregneten Sommers konnte die Tourismusbranche zwischen Ammer- und Starnberger See im vergangenen Jahr Zuwächse verzeichnen. Im Gebiet des Tourismusverbands Starnberger Fünf-Seen-Land (dazu gehört auch die Marktgemeinde Dießen) wurden bei den gewerblichen Vermietern mit mehr als neun Betten 2,3 Prozent mehr Übernachtungen als im Jahr 2009 gezählt. Rund 353000 Gäste kamen, die Zahl der Übernachtungen erreichte knapp 1,1 Millionen. Allerdings lag das Gästeaufkommen noch unter den Zahlen der Jahre 2008 und 2007, so die Statistik, die bei der Verbandsversammlung in Berg vorgestellt wurde.

    2009, das Vergleichsjahr zu 2010, galt allgemein als Krisenjahr. Insbesondere die Akteure im Bereich Tagungen, Incentives, Seminare und Geschäftsreisen hatten in diesem Jahr enorme Einbußen hinnehmen müssen – teilweise um bis 30 Prozent. 2010 lag die Auslastung in der Hotellerie im Fünf-Seen-Land bei 39,4 Prozent. Das ist der fünftbeste Wert der oberbayerischen Städte und Landkreise und übertrifft den bayerischen Durchschnitt von 36,9 Prozent.

    Gerade unter dem Eindruck solcher Krisen appellierte Verbandsgeschäftsführer Klaus Götzl, mit Partnern und Kollegen zu kooperieren. Der Fünf-Seen-Land-Verband habe sich dabei im vergangenen Jahr mit den Nachbarorganisationen (darunter auch Ammersee-Lech) bei Messen, Workshops und Marketing-Aktionen zusammengetan. Im Fünf-Seen-Land sei in den vergangenen Jahren eine „langsam, aber stetig positivere Stimmung gegenüber der Arbeit des Verbandes und der Entwicklung des Tourismus“ entstanden. Allerdings: „Das Bewusstsein in Politik und Bevölkerung in Bezug auf die wirtschaftliche Bedeutung der touristischen Arbeit ist in vielen Regionen schon sehr viel ausgeprägter. Investitionen in den Tourismus werden als notwendig und nutzbringend für Einheimische, Wirtschaftsunternehmen vor Ort und Gäste erachtet.“

    In Dießen verlief die Konjunktur im Tourismus-Gewerbe ruhiger als im Gesamt-Verbandsgebiet. 2010 nahm die Zahl der Übernachtungen um 2,3 Prozent auf 67723 zu. Allerdings hatte es 2009 im Krisenjahr kaum einen Einbruch gegeben. Einen großen Sprung hatte das Geschäft der gewerblichen Vermieter 2008 gemacht. Damals legten die Übernachtungszahlen um 49,3 Prozent oder 22000 auf über 66000 zu. Werner Schmid, der stellvertretende Verbandschef, erklärt dies damit, dass zuvor der „Seefelder Hof“ wegen Umbau und Modernisierung geschlossen war.

    Bessere Erfassung

    Daneben spiegelten die höheren Zahlen wohl auch eine bessere Erfassung der Übernachtungen wider. Nicht enthalten sind in den Zahlen des Tourismusverbands die Übernachtungen bei den privaten Quartiergebern (vor allem Ferienwohnungen). Diese belaufen sich in Dießen laut Schmid auf etwa ein Drittel der gewerblichen Nächtigungen, sodass es 2010 insgesamt an die 90000 gewesen seien, und über 20000 Übernachtungsgäste gewesen sein dürften.

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