Es war ein langer, allzu langer Abend beim Benefizkonzert für den Förderverein der Städtischen Sing- und Musikschule am Samstag in Pfarrhof, Pfarrsaal und der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Geladen hatten das Vocalensemble Landsberg unter Leitung von Matthias Utz, der Landsberger Kammerchor unter Marianne Lösch und das Kontrabass-Ensemble Bassiona amorosa.Über viereinhalb Stunden Gesamtdauer und 34 Chorstücke verschiedenster Art und Schwierigkeitsstufe, 13 davon gemeinsam, bedeuteten sowohl für die Mitwirkenden als auch die Zuhörer eine gewaltige Anstrengung.
So fand sich beim Abschluss in Mariä Himmelfahrt nur noch ein Teil der ursprünglichen etwa 150 Zuhörer ein. Dennoch wurden die Damen und Herren beim gemeinsamen Schlusschor „Bleib bei uns“ heftig und mit Recht für ihre Leistung beklatscht. Lauschig und verträumt begann vielversprechend das musikalische Ereignis im Pfarrhof. Der Himmel über Landsberg schien den Akteuren gewogen zu sein. Die Atmosphäre war herrlich entspannt und locker. Die Luft lau. Der Kammerchor postierte sich in eine efeuumrankte Ecke des alten Gemäuers und intonierte frisch reizvolle Volkslieder. Ein hübsches Bild. Altes Liedgut interpretierten die Sängerinnen und Sänger in teilweise ungewöhnlichen Sätzen: Selten, dass man den lieben „Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald“ in einer Swingnummer bringt. Interessant, wie flexibel Musik ist.
Das Konzept, die Chöre im Wechsel mit den Bassisten auftreten zu lassen, schien auf den ersten Blick kurzweilig. Doch in der dritten Wiederholung ließ die Spannung nach und das Ganze geriet zu langatmig. Da gab’s dann nur noch die Abwechslung mit Joseph Gabriel Rheinbergers Introduktion und Passacaglia in e-moll aus opus 132 auf der Orgel, gespielt mit kräftiger Hand von Marianne Lösch. Mehr darüber lesen Sie in der Printausgabe des LT.