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Mit Strom aus der Steckdose um die Welt

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Mit Strom aus der Steckdose um die Welt

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    Ingo Lehmann durfte im Kabinenroller Platz nehmen, Frank Loacker erklärte dem Oberbürgermeister die Technik des Vehikels. Fotos: Thomas Wunder
    Ingo Lehmann durfte im Kabinenroller Platz nehmen, Frank Loacker erklärte dem Oberbürgermeister die Technik des Vehikels. Fotos: Thomas Wunder

    Frank Loacker aus Winterthur in der Schweiz war gestern Vormittag ein gefragter Mann. Er musste etliche Fragen zu seinem selbst gebauten Fahrzeug beantworten. Das Herzstück des "großen Rollers" ist die 160 Kilogramm schwere Batterie. Ist sie leer, muss sie mindestens zwei Stunden geladen werden. In der Regel steuern die Teilnehmer nach gut 250 Kilometern einer Etappe eine Stadt an, in der sie ihre Fahrzeuge mit Strom versorgen können. In Landsberg übernehmen dies die Stadtwerke. Am Nachmittag geht es weiter nach Salzburg.

    500 Kilometer pro Tag

    Eine Tagesetappe beträgt um die 500 Kilometer. Die elfte führt von Nürnberg nach Salzburg, meist auf Autobahnen. Bis zu 240 Stundenkilometer schnell kann der Roller von Frank Loacker fahren - bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit mit Stützrädern. Die 185 Pferdestärken sind dem Gefährt auf den ersten Blick nicht zuzutrauen. Es ist ein begehrtes Fotomotiv. Nicht nur vor dem Bayertor. "Wenn wir auf Autobahnen unterwegs sind, werden wir von vielen Autofahrern abgelichtet", sagt Frank Loacker.

    Jedes Team der Wettfahrt besteht aus zwei Personen. Sie kommen aus Deutschland, der Schweiz, Australien und Südkorea. Wegen technischer Schwierigkeiten mussten die Asiaten in Berlin bleiben. Sie sollen in den USA wieder dazustoßen. Für die anderen drei teilnehmenden Teams geht es in den nächsten Tagen in Richtung Osten. Zwei Mal werden die Fahrzeuge per Schiff zur nächsten Etappe transportiert - von Shanghai bis Vancouver und von Cancun nach Lissabon. Am 22. Januar ist das Ziel in Genf erreicht.

    "Man lernt viele nette Leute kennen", sagt Frank Loacker. Er und sein Mitfahrer haben den Kabinenroller selbst entworfen und hergestellt. Im kommenden Jahr soll er serienmäßig gebaut werden. Fahrzeuge, die bereits jetzt gekauft werden können, präsentierte der Solarfachhändler Robert Häring. (wu)

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