Es gibt Donauwellen in der Küche von Silvia Stahl. Und ein Kakao-Herz ziert den Cappuccinoschaum. Typisch für den Denklinger Frauenbund: „Wir sind immer mit viel Herz bei der Sache“, sagt Vorsitzende Silvia Stahl mit einem strahlenden Lächeln. Mit ihr freuen sich am Kaffeetisch Rosemarie Kößl, Leni Waldhör und Andrea Finsterwalder auf Samstag, 12. Mai: Denn dann feiert der Denklinger Frauenbund sein 30. Jubiläum.
Die Zeiten, als der Frauenbund etwas kritisch beäugt worden sei, sind längst vorbei, berichtet Rosemarie Kößl lachend: „Manche haben damals gedacht, wir machen einen Emanzenverein auf“, so die Denklingerin, die als erste Vorsitzende den Frauenbund 18 Jahre lange geleitet hatte. Durchsetzungskraft sei da manchmal schon nötig gewesen.
Schon längst ist der Frauenbund aber aus der Dorfgemeinschaft nicht mehr wegzudenken. Und längst passiert viel mehr als nur Kuchen backen, bestätigen die Denklingerinnen. Verschiedene Veranstaltungen, das harmonische Miteinander von Jung und Alt und das Spenden für gute Zwecke sind den Frauen wichtig, sagt Vorsitzende Silvia Stahl. Sie selbst gehört zur jüngeren Generation Frauen, die 1998 zur Riege der Gründerinnen dazugestoßen waren. Die sechs „Jungen“ brachten nicht nur frischen Wind hinein, sondern sicherten auch die Zukunft der rührigen Ortsgruppe, sagt Leni Waldhör. Wie besonders das ist – im Vergleich zu vielen anderen Frauenbundgruppen –, wissen die Denklingerinnen: „Viele haben Nachwuchsprobleme. Wir nicht, wir haben jedes Jahr Neuzugänge – das macht uns stolz“, so Silvia Stahl.
Stolz sind alle auch auf Andrea Finsterwalder. Sie leitet seit 20 Jahren den beliebten Frauenbundchor – der zweite große Anlass, heuer zu feiern. Andrea Finsterwalder kommt aus einer Musikerfamilie und liebt ihre Aufgabe als Chorleiterin. Der Denklinger Frauenbundchor hat viele Auftritte und die 16 Sängerinnen sind mit großer Freude dabei – wie die Chorleiterin selbst: „Auch, wenn es manchmal viel Arbeit ist: Ich mach’ das einfach gerne.“
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