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Sportplatz: Neues Grün rutscht auf die lange Bank

Sportplatz

Neues Grün rutscht auf die lange Bank

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    Wegen Staunässe und der damit verbundenen Belastung der Spielfläche steht für den Fußballplatz des FC Weil zum Ende der Saison eine Sanierung an. Unklar ist, ob die Gemeinde dabei finanziell unter die Arme greift.
    Wegen Staunässe und der damit verbundenen Belastung der Spielfläche steht für den Fußballplatz des FC Weil zum Ende der Saison eine Sanierung an. Unklar ist, ob die Gemeinde dabei finanziell unter die Arme greift. Foto: Foto: Walter Herzog

    Weil Nach kontroverser Diskussion hat sich der Gemeinderat jetzt einhellig darauf geeinigt, einen Antrag des FC Weil auf Bezuschussung zur Sportplatzsanierung zu vertagen. Zuerst sollen die generellen Zuschussrichtlinien geklärt werden. Der FC Weil begründet seinen Antrag damit, dass der Hauptplatz des Sportvereins einer dringenden Sanierung bedürfe, weil er seine Wasserdurchlässigkeit verloren habe und dadurch der Rasen unter dem Spielbetrieb stark leide. Bürgermeister Anton Bauer bezifferte die Sanierungskosten laut zweier Gutachten von Fachfirmen auf rund 10 000 Euro. Die finanzielle Situation des Sportvereins sei wegen des Baues einer Gerätehütte „sehr angespannt, außerdem wird der Platz auch als Schulsportplatz genutzt“.

    Zum wiederholten Mal gab damit ein Zuschussantrag eines Vereins Anlass zu Diskussionen im Ratsgremium (LT berichtete). Die Auseinandersetzung entzündete sich nicht nur am tatsächlich vorliegenden Antrag. Vielmehr ging es wieder einmal um das grundsätzliche Verfahren zur Unterstützung von Vereinen. Grundlage für die Förderung der Ortsvereine sei ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom 10. Januar 2006, in dem festgelegt sei, dass eingehende Anträge von Vereinen gesammelt werden und im Herbst eines jeden Jahres geschlossen behandelt werden. Damit wolle man eine größere Gerechtigkeit bei der Verteilung der Mittel erreichen. Weiter sei darin festgelegt, dass die Vereine bei Antragstellung ihre wirtschaftliche Lage in Form eines Kassenberichtes offenlegen müssen.

    Wie im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung zu hören war, habe man sich in der Vergangenheit nie an den zeitlichen Rahmen des Grundsatzbeschlusses gehalten. Deshalb hatte sich im Juni ein Ausschuss aus den Reihen des Gemeinderates gegründet, der eine praktikable Lösung erarbeiten sollte. „Dieser Ausschuss hat aber bis heute nicht getagt, weil er noch nicht einberufen wurde“, sagte Rat Andreas Eule. Er sehe sich an den Grundsatzbeschluss von 2006 gebunden und könne über den vorliegenden Antrag des FC Weil nicht entscheiden. Eule weiter: „Die Vereine sind untereinander zwar nicht vergleichbar, finanzieren sich aber grundsätzlich aus ihren eigenen Einnahmen.“

    Auch Christian Neugebauer und Alois Vogt unterstützten diese Meinung. Neugebauer meinte, dass ein Beschluss erst möglich sei, wenn neue Regelungen des Ausschusses vorliegen. Vogt verwies darauf, dass die DJK Schwabhausen im vergangenen Jahr eine ähnliche Maßnahme selbst geschultert hätte.

    Sportplatz wird auch von Schule und Mittagsbetreuung genutzt

    Im Laufe der Diskussion wurde ins Feld geführt, dass auch die Gemeinde eine finanziell angespannte Lage habe und im Falle einer Förderung das Geld ihrerseits am Markt finanzieren müsse. Jürgen Hafner machte sich für den FC Weil stark und erläuterte, dass sich der schlechte Zustand des Platzes erst im Herbst vergangenen Jahres abgezeichnet habe. „Der Platz hat dicht gemacht und steht quasi unter Wasser“, so Hafner. Er plädierte dafür, zu berücksichtigen, dass das Spielfeld als Schulsportplatz durch die Mittagsbetreuung und die Ganztagsklassen genutzt werde und damit der Unterhalt in die Pflichtaufgaben der Gemeinde falle. Hafner: „Hier muss ein Zuschuss gewährt werden.“ Rätin Kathrin Fischer, die den FC Weil schon allein aufgrund seiner umfassenden Jugendarbeit für förderungsfähig hielt, stellte die Frage, ob man den Grundsatzbeschluss nicht aufheben könne, um dann über den Antrag des Sportvereins zu entscheiden.

    Beschlussänderung nicht auf der Tagesordnung

    Diesem Vorgehen wollte man aber nicht folgen, da die Beschlussänderung nicht auf der Tagesordnung stehe. Nun sollen sowohl die Vergaberichtlinien als auch der Förderantrag des Sportvereins in einer der nächsten Sitzungen erneut behandelt werden.

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