Ohne Überraschungen verliefen die Vorstandsneuwahlen beim Kreisjugendring Landsberg. Nachdem sich bei der Frühjahrsversammlung im Apfeldorfer Pfarrhof alle bisherigen Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl stellten, konnte die Abstimmung sehr zügig abgewickelt werden. Als Vorsitzender bestätigt wurde der 35-jährige Sozialpädagoge Moritz Hartmann aus Landsberg.
Hartmann kündigte an, sich vor allem um die Sanierung des Jugendübernachtungshauses in Utting und den Aufbau eines Betreuerstammes für die Freizeitmaßnahmen kümmern zu wollen. Trotz der reibungslosen Abwicklung der Wahlen mussten die 39 Delegierten aus den Jugendverbänden „Überstunden“ einlegen. Grund war die Anfrage des Vorstandes, ob man künftig bei Zuschussanträgen auch die Ausgaben für Aufwandsentschädigungen anrechnen solle. Man sei sich im Vorstand selbst uneins, führe immer wieder Debatten darüber und erhoffe sich deshalb von der Vollversammlung klare Richtlinien, hatte Moritz Hartmann den Tagesordnungspunkt begründet.
Allerdings auch unter den Delegierten gab es in dieser Frage überaus kontroverse Ansichten. Mit knapper Mehrheit wurde beschlossen, dass man künftig pauschale Aufwandsentschädigungen in den Anträgen nicht mehr zulasse.
Über den Verlauf des Alkohol-Projektes „HaLT“ informierte Kreisjugendpfleger Wolfgang Bartl. Demnach waren im Vorjahr 47 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Landsberger Krankenhaus eingeliefert worden, der jüngste von ihnen war erst 12 Jahre alt. Mit 20 von ihnen wurden am nächsten Tag Beratungsgespräche geführt.
„Tom und Lisa“ heißt der neue Alkohol-Präventionskurs des Jugendamtes für Jugendliche ab 14 Jahren, den Bartl den Delegierten als einen Beitrag für ihr Gruppenprogramm vorschlug.