Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten

Ruethenfest: Nicht jeder muss ein Festzeichen erwerben

Ruethenfest

Nicht jeder muss ein Festzeichen erwerben

  • |
  • |
  • |
    Nicht jeder muss ein Festzeichen erwerben
    Nicht jeder muss ein Festzeichen erwerben

    Landsberg Die Geschichte ist wahr. Eine unbekannte Anruferin hat vor wenigen Tagen im Rathaus nachgefragt, ob dort der Durchgang von der Hinteren Salzgasse zum Hauptplatz am Hauptfestwochenende des Ruethenfests geöffnet ist. Sie wolle kostenlos Tänze und Umzüge sehen. Mit Zuschauern, die möglichst nicht zahlen möchten, hat Karl Hecht bei jedem Ruethenfest zu tun. Er ist für den Verkauf der Festzeichen zuständig und kann manche Anekdote erzählen. Auch heuer werden 150 Personen kontrollieren, ob jeder Gast ein Festzeichen trägt.

    Den Zugang zur Innenstadt verweigern können die Helfer aber eigentlich niemandem, schon gar nicht den Anwohnern oder jenen, die am Samstag- und Sonntagvormittag arbeiten müssen. Für diesen Personenkreis gibt es aber beim Rue-thenfest eine besondere Regelung. Die Betreiber der Geschäfte und Gaststätten, die an diesen Tagen geöffnet haben, erhalten vergünstigte Festzeichen. Wie Hecht sagt, wurden Betroffene im Vorfeld angeschrieben und informiert. Bislang hätten fast alle Festzeichen geordert.

    Wer in der Innenstadt wohnt oder ein Gebäude besitzt und die Veranstaltungen des Ruethenfests nicht sehen möchte, der sollte einen Ausweis bei sich tragen. Dies würde die Arbeit der freiwilligen Helfer an den Kontrollstellen erleichtern. Denn zum Kauf eines Festzeichens zwingen will und kann der Ruethenfestverein keinen Anwohner. Dies ist rechtlich auch im Rahmen der Sondernutzungserlaubnis „Festplatz“ nicht möglich, sagt Ernst Müller, der Leiter des Ordnungsamtes.

    „Wir werden niemanden des Platzes verweisen“, sagt Karl Hecht zu Personen, die zum Beispiel bei den Tänzen und Umzügen zusehen und kein Festzeichen tragen. Zudem sei eine lückenlose Kontrolle schlichtweg nicht möglich. Zumindest an den Zugängen zur Innenstadt, wo Tagesfestzeichen gekauft werden können, werden die freiwilligen Helfer ein Auge auf die Passanten werfen.

    Viele, die kostenlos in den Genuss einer Abendveranstaltung kommen wollen, haben zuletzt den Weg durch den Mohrenwirt gewählt. Denn vom Flößerplatz aus können Biergarten und Gaststätte in Richtung Hauptplatz durchquert werden. „Da werde ich mich heuer mal hinstellen“, sagt Karl Hecht. Beliebt sei die Carmina Burana. Ein Vorwand, kostenlos zuhören zu können: Er oder sie ist bei einer Geburtstagsfeier am Hauptplatz eingeladen – 2007 so geschehen.

    Für die Aufführung der Carmina Burana werden laut Hecht rund 900 Stühle auf den Hauptplatz gestellt. Die bestuhlte Fläche werde mit einem Seil abgesperrt. Nur wer eine Karte hat, könne in diesen Bereich. Die „Geburtstagsgäste“ könnten dann niemandem den Platz wegnehmen und das Spektakel, wenn überhaupt, von einem Platz aus verfolgen, der keinen optimalen Hörgenuss bietet.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden