Die Uttinger und Schondorfer haben Bedenken gegen Zusammengehen mit Dießen und sehen die Laien geschwächt Von Gerald Modlinger


Die in der vergangenen Woche offiziell bekannt gegebene pastorale Raumplanung sieht vor, auch am Ammersee-Westufer die Pfarrlandschaft erneut zu verändern: Die beiden Pfarreiengemeinschaften Dießen (2005 gemeinsam mit Dettenschwang gebildet) und Utting/Schondorf (seit 2007) sollen zu einer Einheit verschmelzen. Darüber herrscht insbesondere in Utting und Schondorf Unmut, wie in der Pfarrgemeinderatssitzung am Freitag deutlich geworden ist. „Die Stimmung war ziemlich schlimm“, erzählt Andrea Weißenbach, die stellvertretende Vorsitzende des 16-köpfigen Gremiums: „Es herrscht Ratlosigkeit über das Vorgehen des Bischofs, der von oben herab und unter Umgehung aller Gremien verordnet.“ In der Kritik der Laienvertretung steht laut Weißenbach die beabsichtigte Zusammenlegung mit Dießen ebenso wie die Abschaffung der Pfarrgemeinderäte.
Sollten die rund 10000 Katholiken in Dießen, Schondorf und Utting unter die Leitung eines Pfarrers gestellt werden, habe sie „die Sorge, ob das kirchliche Leben noch funktionieren kann, in einer anonymen Einheit, wo der Pfarrer die Leute nicht mehr kennt und auch die Leute sich untereinander nicht“.
Pfarrer Monsignore Heinrich Weiß gibt zu erkennen, dass er für die Ansichten des Pfarrgemeinderates Verständnis hat. Er habe den Vorsitzenden des Gremiums gesagt, dass gerade sie als die Katholiken in der Verantwortung seien. Am Ammersee/Westufer könnte überdies die pastorale Raumplanung möglicherweise schon in kurzer Zeit Wirklichkeit werden. Dießens Pfarrer Manfred Mayr, so der Hinweis von Weiß, werde 2014 das 70. Lebensjahr vollendet haben und in Ruhestand gehen können.
Mehr zum Thema lesen Sie in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: