Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten
Thaining
Icon Pfeil nach unten

Einsturzgefahr: Rochelhaus: Die Notsicherung ist angeordnet

Einsturzgefahr

Rochelhaus: Die Notsicherung ist angeordnet

  • |
  • |
  • |
    Der Zahn der Zeit nagt längst am alten Rochelhaus. Das Landratsamt fordert jetzt die Notsicherung.
    Der Zahn der Zeit nagt längst am alten Rochelhaus. Das Landratsamt fordert jetzt die Notsicherung. Foto: Foto: Ulrike Reschke

    Thaining Das Landratsamt hat die Notsicherung des Rochelhauses per Bescheid angeordnet – darüber informierte Thainings Bürgermeister Leonhard Stork in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Termin ist laut dem amtlichen Schreiben der 15. Februar. Die Frist kann jedoch verlängert werden.

    Diese Möglichkeit wird die Gemeinde wahrnehmen, da sie zunächst eine Firma finden muss, welche die angeordneten Maßnahmen ausführt wie die Sicherung des Westgiebels oder das Unterjochen der Lagerböden im Scheunenbereich. Darüber hinaus fordert das Amt, das Dach mit einer Folie zu überspannen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.

    So solle das Baudenkmal „vor dem endgültigen Verfall bewahrt“ werden“, heißt es in dem Schreiben. Die Gemeinde dürfe die Arbeiten aber nicht in Eigenregie ausführen, da das Rochelhaus teilweise einsturzgefährdet ist und es „nach Sachlage dem Denkmaleigentümer an der notwendigen Sach- und Fachkunde fehlt“. Gegen den Bescheid kann die Gemeinde keinen Einspruch einlegen. Ihr bliebe theoretisch innerhalb eines Monats die Möglichkeit, vor das Bayerische Verwaltungsgericht zu ziehen. Der Bürgermeister wurde vom Gremium beauftragt, Angebote einzuholen und weitere Schritte zu veranlassen. „Die Notsicherungsmaßnahme ist auch nur ein zeitlicher Aufschub“, sagte er, „irgendwann müssen wir entscheiden, ob wir was tun oder nicht“. Bürgermeister Stork möchte erneut auf zwei Kaufinteressenten zugehen, mit denen er 2011 bereits in Kontakt stand (LT berichtete). Danach soll das Rochelhaus auf die Liste verkäuflicher Denkmäler des Bayerischen Landesamtes für Denkmalschutz gesetzt werden. „Der Platz ist einiges wert, wir sollten es nicht zu günstig verkaufen“, gab Manfred Happach zu bedenken. Der Schritt sei aber wichtig, um ein Gefühl für den Marktwert zu bekommen, befand die Mehrheit der Gemeinderäte.

    kein geld in der Kasse

    Im April vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, „keinen Cent mehr in das Rochelhaus“ zu stecken. Für das mit knapp einer Million angesetzte Sanierungskonzept, das im Rahmen eines 30000 Euro teuren Vorprojekts entwickelt wurde, ist in der Gemeindekasse kein Geld. Bei einem Umbau für die Wohnnutzung, für die Gemeinde das einträglichste Modell, gibt es keine Fördermittel. Bürgermeister Stork warf in der Sitzung erneut die Frage auf, ob es Alternativen zu dem Vereins- und Veranstaltungshaus gebe. „Aber von den Bürgern kommen auch keine Vorschläge“, sagte er. Dennoch hofft er, dass aus deren Reihen noch Anregungen kommen. (res)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden