Utting Bis auf Weiteres wird es im „17 & Wir“ in der Uttinger Bahnhofstraße keine Kunstausstellungen und Künstlergespräche mehr geben. Elisabeth Burghart, die mit der Agenda 21 die Ausstellungen initiiert und organisiert hatte, hört aus privaten Gründen auf – ohne Groll, wie sie betont. „Man muss seine Grenzen kennen“, sagt sie anlässlich der kleinen Abschiedsfeier im Bürgertreff. „Ich habe das gern gemacht. Aber es muss auch mal Schluss sein.“
Seit Herbst 2009 hatte die Agenda 21 im Bürgertreff „17 & Wir“ regelmäßig Ausstellungen mit Uttinger Künstlerinnen und Künstlern veranstaltet. Die erste Ausstellung bestückte Lore Meyer mit Aquarellen. Von Beginn an waren die Vernissagen gut besucht, und die Künstlergespräche im Laufe der Ausstellungsdauer fanden regen Zuspruch. Dabei konnte man sich über Maltechniken informieren und die Künstler befragen, was sie sich bei ihren Motiven gedacht hatten. Zu jeder Ausstellung gab es eine Publikumsbewertung. Das Werk der Siegerin oder des Siegers wurde dem Gemeinderat zum Ankauf vorgeschlagen. Am Ende des vergangenen Jahres kaufte die Kommune ein großformatiges Bild von Ute Rossow.
Immer wieder waren die Künstler an den Wochenenden im Bürgertreff, um Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Einige von ihnen, etwa Barbara Burger-Tank und Angelika Böhm-Silberhorn, luden Schulklassen ein, um mit ihnen zu diskutieren. Mica Knorr-Borocco malte einen Nachmittag mit den Senioren. „Auch die Schüler, die zum Klavierunterricht in den Bürgertreff kamen, gaben Bemerkungen zu den Bildern ab, bevor ihre Stunde begann“, erzählt Elisabeth Burghart. „Diese Kontakte machten den Reiz unserer Ausstellungen aus. Hätten die Bilder in einer Galerie gehangen, hätte das nie so geklappt.“
Für die Künstler waren die drei Jahre sehr wichtig: Einige haben erst gelernt, sich zu präsentieren und sich dem Publikum zu stellen. Und alle haben sich über die Aufmerksamkeit und die Anerkennung gefreut, die ihnen entgegengebracht wurden. „Wir wünschen uns, dass sich jemand findet, der in Zukunft wieder Ausstellungen im Bürgertreff organisiert und die Idee damit weiter getragen wird“, sagt Elisabeth Burghart abschließend.
Bis Pfingsten sind noch zu den Öffnungszeiten des Bürgertreffs die Grafiken von Eva Klose zu sehen. (jner)